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08.01.2014

Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle

Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle - Teaserfoto
Thinkstock
Springender Eisbär im Schnee

Koordinierung des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in Deutschland

Die Deutsche IPCC-Koordinierungsstelle (De-IPCC) fungiert als Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Regierung in Sachen Klimawandel.

Sie unterstützt seit 1998 das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in Sachen Klimawandel und ist die nationale Anlaufstelle für IPCC-Angelegenheiten.

Der IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change, auf Deutsch: Weltklimarat), zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen ist ein internationales, wissenschaftliches Gremium. Seine Aufgabe ist es, Entscheidungsträgern und anderen am Klimawandel-Interessierten eine objektive Informationsquelle über Klimaänderungen zur Verfügung zu stellen. Tausende von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit sammeln und bewerten die neuesten Ergebnisse der Klimaforschung, die dann in Form von IPCC-Sachstandsberichten veröffentlicht werden.

Die Deutsche IPCC Koordinierungsstelle De-IPCC fördert die Integration der Ergebnisse deutscher Forschergruppen in die internationale Bestandsaufnahme zur Klimaänderung und trägt zur Verbreitung der IPCC-Erkenntnisse in der deutschen Öffentlichkeit bei. De-IPCC erfüllt folgende Aufgaben:

  • Zuarbeit für BMBF und BMU in IPCC-Angelegenheiten; u.a. Unterstützung bei
    • der Einbindung deutscher Experten in die IPCC-Arbeit 
    • der nationalen und europaweiten Koordinierung 
    • der Zusammenarbeit mit dem internationalen IPCC-Sekretariat in Genf 
  • Kontinuierliche Unterrichtung der deutschen Wissenschaftsgemeinde über die IPCC-Arbeit und das hierfür relevante Umfeld
  • Beratung in fachlichen Fragen und Identifizierung von zusätzlichem Forschungsbedarf, auch mit Hilfe externen Sachverstands 
  • Administrative und fachliche Unterstützung der von der Bundesregierung benannten und von IPCC ausgewählten Experten (insbesondere Autoren und Prüfeditoren) 
  • Unterrichtung der Öffentlichkeit über die IPCC-Arbeit, z.B. durch deutsche Übersetzungen von IPCC-Veröffentlichungen

Der IPCC veröffentlicht zwischen September 2013 und Oktober 2014 seinen Fünften Sachstandsbericht. Der erste Berichtsteil informiert über naturwissenschaftliche Grundlagen des vergangenen und zukünftigen Klimawandels. Der zweite Teil behandelt die Auswirkungen des durch Menschen verursachten Klimawandels und dessen Risiken sowie Möglichkeiten der Anpassung. Im dritten Berichtsteil werden Klimaschutzoptionen vorgestellt. Aus Deutschland engagieren sich 40 Expertinnen und Experten allein im Kernteam des Fünften Sachstandsberichts sowie zahlreiche weitere in der Begutachtung und wissenschaftlichen Qualitätskontrolle.