
Der Verlust der biologischen Vielfalt stellt eine ähnlich große Herausforderung wie der Klimawandel dar und ist eng mit diesem verbunden. Die Zerstörung von Lebensräumen schreitet voran, viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Bereits ausgestorbene Arten sind irreversibel verloren. Auch in Deutschland macht sich der Verlust der biologischen Vielfalt bemerkbar: Ein Viertel aller Pflanzen-, ein Drittel aller Tierarten gelten in ihrem Bestand als gefährdet. Der Verlust biologischer Vielfalt wird sich nicht nur auf die Ernährung auswirken, sondern auch die Funktions- und Widerstandsfähigkeit der betroffenen Ökosysteme beeinträchtigen. Beeinträchtigte Ökosysteme sind nur noch bedingt in der Lage – die sogenannten Ökosystemdienstleistungenbereitzustellen, wie z.B. sauberes Wasser, lokale Klimaregulationen, den Abbau von Schadstoffen. Die Forschungsförderung will dazu beitragen Biodiversität als wichtige Lebensgrundlage und als Bestandteil funktionierender Ökosysteme zu erhatlen. Die Forschungsvorhaben entwickeln gemeinsam mit den Interessensgruppen aus den jeweiligen Regionen Handlungsstrategien und Nutzungskonzepte mit dem Ziel einer nachhaltigen Nutzung. Für den Erfolg der Vorhaben ist die Zusammenarbeit von naturwissenschaftlichen, gesellschaftlichen und ökonomischen Disziplinen sowie ein intensiver Austausch mit den entsprechenden Interessensgruppen ausschlaggebend. Die Forschungsprojekte versuchen so in Deutschland, aber auch innerhalb internationaler Kooperationen dem Problem des Biodiversitätsverlustes zu begegnen.
English version of this page
(URL: http://www.fona.de/en/10102)