28.07.2008 - 15.10.2008

Flexibilität und Belastbarkeit im Umgang mit Hochwasserereignissen

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung der Zweiten ERA-Net CRUE-Förderinitiative zur Forschung im Bereich des Hochwasserrisikomanagements Ausschreibung für Verbundforschungsprojekte zum Thema "Flexibilität und Belastbarkeit im Umgang mit Hochwasserereignissen".

Ziel der Hochwasserrichtlinie ist es, die Betroffenen in hochwassergefährdeten Gebieten besser zu informieren und sie auch in die Erstellung von Hochwasserrisikomanagementplänen einzubeziehen. Es liegt auf der Hand, dass ein erhöhtes Risikobewusstsein und bessere Vorsorge einen erheblichen Einfluss darauf haben, wie Menschen sich im Falle eines Hochwassers verhalten.

Das Verhalten der betroffenen Bevölkerung ist Teil des Zusammenspiels verschiedener Akteure (Gefährdete - Behörden - Krisenstäbe ...), das im Krisenfall reibungslos funktionieren muss. Da eine effiziente Krisenkommunikation und durchdachte Aufgabenteilung Schäden verringert und Leben retten kann, ist es wichtig zu wissen, wie das Zusammenwirken von Betroffenen, Krisenstäben und Behörden verbessert werden kann.

Das Management von Hochwasserereignissen umfasst auch technische Systeme. Viele Frühwarnsysteme wurden speziell für die jeweiligen Bedingungen in bestimmten Flusseinzugsgebieten entwickelt. Allerdings bleibt die Frage, wie die Nutzung dieser Systeme optimiert werden kann. Brauchen wir noch technische Verbesserungen und/oder Verbesserungen an der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik?

Als letzter Schritt beim Management von Hochwasserereignissen spielt die Bewältigung und Wiederherstellung eine wichtige Rolle. Wenn für die Menschen in einem hochwassergefährdeten Gebiet systematisch Vorsorge getroffen wurde und wenn die Gesellschaft erfolgreich eine angepasste Infrastruktur errichtet hat, ist eine Erholung von den Folgen des Hochwassers leichter möglich. Somit ist es wichtig zu wissen, welche Eigenschaften für eine schnelle und flexible Reaktion (im Sinne von "Resilience") im Hinblick auf  die Wiederherstellung eines überfluteten Gebietes entscheidend sein können.

Auch beim Management von Hochwasserereignissen ist es wichtig, den Fokus zu erweitern, da operationelle Maßnahmen auf lokaler Ebene in einem Flusseinzugsgebiet oft eng miteinander gekoppelt sind. Die Hochwasserrichtlinie sieht daher die Erstellung von koordinierten Hochwasserrisikomanagementplänen vor (Artikel 8), wozu auch Managementstrategien für akute Hochwasserereignisse gehören, die von allen potenziell Betroffenen abzustimmen sind.

In diesem Zusammenhang sind die Antragsteller aufgefordert, Vorschläge für gemeinsame Forschungsprojekte zu einer oder mehreren der unten genannten Fragen einzureichen. Die Anmerkungen zur praktischen Relevanz beim Themenschwerpunkt 1 gelten hier gleichermaßen. Die Vorschläge sollten sich nicht allein auf technische Aspekte des Ereignismanagements konzentrieren, sondern - wie in den obigen Erläuterungen dargelegt -  immer auch den "Faktor Mensch" mit einbeziehen.




URL
http://www.crue-eranet.net/calls.asp

English version of this page
(URL: http://www.fona.de/en/10380)

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