In den vergangenen Jahren wurde eine Reihe von operativen Ansätzen entwickelt, um die Nachhaltigkeit von Produktionsmustern abzubilden und Unternehmen Instrumente an die Hand zu geben, mittels derer sie ihre Produktionsabläufe nachhaltiger gestalten können (ISO 14000 ff. und ISO 26000, Product Sustainability Assessment – PROSA, Ethical Purchasing Index – EPI, Global Reporting Initiative – GRI, CSR-Guidelines der OECD, CSR-Tests der Stiftung Warentest, u. a.). Während das Interesse der Wirtschaft an der Nutzung dieser Instrumente zunimmt, sind Verbraucher in der Frage, wie sie ihren Konsum von Waren und Dienstleitungen nachhaltig gestalten können, weitgehend orientierungslos. Es gibt zwar eine Vielfalt an Labeln (vgl. www.label-online.de), diese bilden aber jeweils nur Teilaspekte der Nachhaltigkeit ab. Eine Produktkennzeichnung, mit der die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien für den Verbraucher umfassend visualisiert wird, gibt es bisher nicht.
Für das BMELV stellt sich die verbraucherpolitische Frage, ob ein umfassendes Nachhaltigkeitslabel auf der Basis vorhandener Bewertungskonzepte entwickelt werden kann bzw. ob und wie differenzierte Informationen in einem Nachhaltigkeitslabel zusammengeführt werden können.
Folgende Sachverhalte sind wissenschaftlich zu bearbeiten:
Evaluation des aktuellen Sachstands von nationalen und internationalen Mess- und Bewertungssystemen im Bereich des nachhaltigen Konsums (aufbauend auf den Ergebnissen des Forschungsvorhabens „Analyse vorhandener Konzepte zur Messung des nachhaltigen Konsums in Deutschland einschließlich der Grundzüge eines Entwicklungskonzeptes“ durchgeführt vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH im Auftrag des BMELV 2005 http://www.wupperinst.org/de/projekte/proj/index.html?&projekt_id=149&bid=43&searchart=projekt_uebersicht).
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