"Intelligente" Werkstoffe zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich selbstständig an verändernde Umweltbedingungen anpassen oder aber durch äußere Einflusse gezielt in ihren Eigenschaften so geändert werden können, dass sie optimal an die veränderten Umstände angepasst sind. Beispielsweise reagieren PZT-Keramiken mit einer Längenänderung auf das Anlegen einer elektrischen Spannung und senden umgekehrt einen elektrischen Impuls aus, wenn ihre Form verändert wird. Dadurch eignen sich diese Materialien sowohl als Sensoren wie auch als Aktoren z.B. als Schwingungsdämpfer. Über dieses exemplarische Beispiel hinaus, wurden in der Vergangenheit im Rahmen der institutionellen Förderung aber auch durch die Projektförderung der DFG (z.B. SFB 409:Adaptive Strukturen im Flugzeugbau und Leichtbau, Universität Stuttgart) oder des BMBF Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet unterstützt. Beispiele für BMBF-Förderung sind das Leitprojekt "Adaptronik", die abgeschlossenen Bekanntmachungen "Intelligente Werkstoffe" aus dem Jahr 2002 und "Werkstoffe von morgen" mit dem Schwerpunkt der elektroaktiven Polymeren.Mit dieser Bekanntmachung sollen insbesondere die dabei gewonnenen neuen Ideen und Erkenntnisse im Rahmen des BMBF-Programms WING aufgegriffen und mit stärker anwendungsorientierter Ausrichtung hinsichtlich der Industrie in die Praxis gebracht werden.
Das BMBF will mit dieser Fördermaßnahme in erster Linie Unternehmen bei der Forschung und Entwicklung mit großem Anwendungs- und Marktpotenzial im Bereich der Werkstoffentwicklung unterstützen. Die Fördermaßnahme ist Bestandteil der Hightech-Strategie der Bundesregierung. Sie zielt auf Innovation und Wachstum in Deutschland; daher kommt der Verwertung der Projektergebnisse in Deutschland eine besondereBedeutung zu.
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LIB 2015
