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02.11.2004

Positive Zwischenbilanz zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie

Die Nachhaltigkeitspolitik der Bundesregierung zeigt erste Wirkungen. Das geht aus einem aktuellen Fortschrittsbericht zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie hervor. Jetzt wird diese Strategie auf vier Feldern weiterentwickelt, um die natürlichen und wir

Quelle: Bundesregierung
Unter dem Titel "Perspektiven für Deutsch­land" hat die Bundesregierung im April 2002 ihre Strategie für eine nachhaltige Entwicklung vorgelegt. Knapp zwei Jahre später zieht ein Fortschrittsbericht, den das Bundeskabinett am 27. Oktober verabschiedet hat, eine erste Zwischenbilanz.

Mit 21 anspruchsvollen Zielen und Indikatoren für eine nachhaltige Entwicklung zeigt die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung Perspektiven für ein zukunftsfähiges Deutschland im 21. Jahrhundert auf. Und diese werden schon heute ganz konkret: 

  • Der Anteil der jungen Menschen ohne qualifizierten Schulabschluss sinkt, und die Zahl der Studienanfänger nimmt zu.
  • Bei der Energieeffizienz nimmt Deutschland unter den Industrieländern eine Spitzenposition ein. Für die gleiche wirtschaftliche Leistung wurde 2003 gut 7 Prozent weniger Energie gebraucht als 1998.
  • Die Rohstoffproduktivität ist von 1999 bis 2003 sogar um 12,3 Prozent gestiegen.

Weiterentwicklung bei vier Schwerpunktthemen

Die Nachhaltigkeitsstrategie wird künftig mit vier Schwerpunktthemen weiterentwickelt. Gemeinsam ist allen vier Schwerpunkten das Ziel einer Gesellschaft, die den sozialen Zusammenhalt wahrt, indem sie den Jungen gute Startchancen gibt und den Alten Möglichkeiten bietet, sich einzubringen. Zukunftsfähige Arbeitsplätze sollen eine dauerhaftes Wirtschafswachstum sichern, das nicht zu Lasten der Umwelt geht.

Potenziale älterer Menschen in Wirtschaft und Gesellschaft:
Hier geht es darum, dem demografischen Wandel Rechnung zu tragen, der zu einem Anstieg der Zahl älterer Menschen führt, und zwar im Interesse der Jungen wie der Alten. Denn Generationengerechtigkeit ist eine überragende Leitidee der Nachhaltigkeit. Das Thema ist zugleich Gegenstand der Innovationsinitiative der Bundesregierung. Weil Innovation und Nachhaltigkeit eng zusammenhängen.

Neue Energieversorgungsstruktur unter Einbeziehung der erneuerbaren Energien:
Der wachsende Anteil erneuerbarer Energien sowie die anstehende Modernisierung des Kraftwerkparks erfordern eine Optimierungsstrategie, die wettbewerbsfähige Stromerzeugung am Energiestandort Deutschland intelligent mit wirksamen Klimaschutz verknüpft. Vor allem geht es um eine bessere Integration der erneuerbaren Energien in die Energieversorgung. Zwei Ansätze stehen dabei im Vordergrund: die Steigerung der Energieeffizienz und der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien.

Alternative Kraftstoffe und Antriebstechnologien:
Ziel ist es, Kriterien für eine nachhaltige Entwicklung zu bestimmen und damit Forschung und Entwicklung eine klare Perspektive zu geben. Auf dieser Grundlage soll eine Kraftstoffstrategie entwickelt werden, die Versorgungssicherheit mit Klimaschutz verknüpft.

Verminderung der Flächeninanspruchnahme:
Im Idealfall sollte es gelingen, die tatsächliche Neuinanspruchnahme von Flächen langfristig weitgehend durch die erneute Nutzung vorhandener Flächen zu ersetzen. Dies muss im Einklang mit der wirtschaftlichen Entwicklung und den Belangen der Bauindustrie geschehen. Dazu hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung im Auftrag der Bundesregierung einen breiten Dialog insbesondere mit Ländern und Kommunen organisiert und auf dieser Grundlage konkrete Maßnahmen vorgeschlagen.

Der Fortschrittsbericht 2004 wurde vom Staatssekretärsausschuss für Nachhaltige Entwicklung, dem "Green Cabinet", erarbeitet. Auch der Rat für Nachhaltige Entwicklung, der Parlamentarische Beirat des Bundestages für eine Nachhaltige Entwicklung und verschiedene gesellschaftlichen Gruppen waren an dem Bericht intensiv beteiligt.

>> Was ist der Parlamentarische Beirat für Nachhaltige Entwicklung?

Der nächste Fortschrittsbericht zur Nachhaltigkeitsstrategie ist für 2006 vorgesehen.

In gedruckter Form wird der Fortschrittsbericht 2004 ab Mitte November vorliegen. Ab diesem Zeitpunkt kann er dann kostenlos über den Bestellservice des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung angefordert werden.

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