Die drei ökonomischen Institute der FAL in Braunschweig und das Institut für Ökonomie der BFH in Hamburg vergleichen in einem Arbeitsbericht die neuen Regelungen mit den bestehenden und kommentieren die wichtigsten Änderungen. Der Arbeitsbericht (41 S. plus Tabellenanhang) ist im Internet verfügbar (www.bal.fal.de).
Eine stärkere Zielorientierung, eine verbesserte Effizienz und eine deutliche Vereinfachung der Verwaltung sind wesentliche Eckpunkte des Vorschlags der EU-Kommission. In ihrem Bericht stellen FAL und BFH fest, dass sich tatsächlich deutliche Vereinfachungen in den Bereichen Planung, Umsetzung und Finanzmanagement ergeben dürften. Gleichzeitig werden jedoch durch die Vorschläge zu einer dreistufigen Strategieplanung und einer laufenden Programmbewertung neue bürokratische Aktionsfelder geschaffen. Inhaltlich wird zwar mit den so genannten Entwicklungsachsen "Wettbewerbsfähigkeit", "Landmanagement und Umwelt", sowie "Lebensqualität und Diversifizierung" eine scheinbar größere Zielorientierung gegenüber den gegenwärtig geltenden Regelungen verfolgt. Tatsächlich kann jedoch der bekannte Maßnahmenkatalog auch künftig weitgehend wie bisher angeboten werden. Ob die Förderung ländlicher Räume durch die neuen Vorschläge effizienter wird, muss angesichts der aufwendigen Strategieentwicklung und der vermehrten Bewertungsaktivitäten bezweifelt werden.
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