Am 10. November 2004 veranstaltet die DECHEMA e.V. gemeinsam mit der Deutschen Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) im DECHEMA-Haus in Frankfurt am Main eine Tagung zum Thema "Weiße Biotechnologie: Chancen für Deutschland".
Quelle: IDW
Die
"Weiße Biotechnologie", auch "Industrielle Biotechnologie" genannt,
erfährt derzeit einen starken Aufschwung. Immer mehr Unternehmen der
chemischen Industrie, der Pharma-, Lebensmittel- und Kosmetikindustrie
nutzen biotechnische Verfahren oder denken über deren zukünftigen
Einsatz in der Produktion nach. Produkte wie Acrylamid, Aminosäuren,
Bioethanol und Vitamine werden schon mittels biotechnischer Verfahren
hergestellt. Mit der Produktion von Polylactid (PLA) wird erstmals auch
ein biotechnisches Verfahren im Polymer- und Kunststoffbereich
erfolgreich eingesetzt. Der "Weißen Biotechnologie" wird deshalb mit
Blick auf ihr Potenzial für eine nachhaltige industrielle Produktion
zunehmend eine Schlüsselrolle zugesprochen.
Deutschland hat in
der "Weißen Biotechnologie" eine lange Tradition und besetzt auf diesem
Gebiet international eine Spitzenposition. Dennoch stellen sich einige
Fragen zur Zukunft der "Weißen Biotechnologie" in Deutschland:
Welche neuen Perspektiven bietet die "Weiße Biotechnologie" für den Standort Deutschland?
Wie kann sich Deutschland in einem erweiterten Europa und weltweit zukünftig positionieren?
Welche wissenschaftlichen Entwicklungen gilt es bereits heute
anzustoßen, um eine erfolgreiche Nutzung der "Weißen Biotechnologie" in
der Industrie zu ermöglichen?
Wie könnte eine effektive Förderung der "Weißen Biotechnologie" aussehen?
Neben
wissenschaftlich-technischen Vorträgen werden in einer hochkarätig
besetzten Podiumsdiskussion insbesondere forschungspolitische,
finanzmarktorientierte und gesamtgesellschaftliche Aspekte
angesprochen. Zudem wird auf der Veranstaltung eine Studie zur
"Weißen Biotechnologie" des Ad-hoc-Arbeitskreises "Weiße
Biotech-nologie" der DECHEMA sowie die europäische Sicht auf die "Weiße
Biotechnologie" vorgestellt.