Antranikian ist Leiter des Arbeitsbereiches "Technische Mikrobiologie" an der TUHH und forscht auf dem Gebiet der extremophilen Mikroorganismen. Die aus extrem heißen und kalten Quellen gewonnenen Einzeller enthalten Wirkstoffe, in der Fachsprache Biokatalysatoren genannt, die ein großes Potenzial für die umweltschonende Produktion von Arznei, Feinchemikalien, Vitaminen, Textilien, Papier enthalten. Biokatalysatoren ermöglichen eine integrierte Produktionsweise, bei der Abfälle während der Herstellung vermieden werden. Außerdem führt das umweltfreundliche Verfahren zur Reduktion des Treibhauseffekts.
"Die Enzym-Diversität der Natur bietet eine
große Chance zur Entwicklung nachhaltiger Verfahren im Produkt- und
produktionsintegrierten Umweltschutz", sagte Antranikian in Berlin. Für
die auf dem Weltmarkt sehr gut positionierten europäischen
Enzymhersteller und die in Deutschland tätigen Unternehmen der Life-
Science--Branche ergäben sich somit gute Wachstumsmöglichkeiten bei
gleichzeitig verringerten Umweltbelastungen.
Antranikian wurde Mitte des Monats in Baltimore/USA zum Präsidenten der internationalen Gesellschaft für Extremophile gewählt.
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