Repnik: "Internationale Zusammenarbeit intensivieren!" / Abschluss des 2. Internationalen PRO EUROPE Kongresses in Berlin
Quelle: mysan.de
Berlin (ots) - "Recycling ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer nachhaltigen
Entwicklung", sagte Hans-Peter Repnik, Vorstandsvorsitzender der Duales
System Deutschland AG und Präsident von PRO EUROPE zum Abschluss des 2.
Internationalen PRO-EUROPE-Kongresses. "Ressourcenknappheit und
steigende Rohstoffpreise werden die Bedeutung des Recyclings und der
Gewinnung von Sekundärrohstoffen in Zukunft weiter steigern. Die
ökologische und ökonomische Effizienz des Recyclings muss daher stetig
weiter entwickelt werden. Nur wenn wir dies durch unsere intensive,
internationale Zusammenarbeit umsetzen, können wir einen entscheidenden
Beitrag zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen leisten", stellte
Repnik fest.
Im Rahmen der Europäischen Recyclingwoche 2004
tagten rund 600 internationale Experten aus Politik, Wirtschaft,
Wissenschaft, Medien und Verbänden am 23. und 24. September in der
Berliner Humboldt-Universität. Der Kongress stand unter der
Schirmherrschaft des ehemaligen tschechischen Staatspräsidenten Vaclav
Havel. PRO EUROPE ist die Dachorganisation 22 europäischer
Grüner-Punkt-Systeme und ihrer Kooperationspartner in Großbritannien
und Kanada.
EU-Umweltausschuss lädt Jugend Umwelt-Parlament
nach Brüssel ein "Ein Parlament hat die Aufgabe, die Regierung zu
kontrollieren. Aus diesem Grund möchte ich eine Delegation des 1.
Europäischen Jugend Umwelt-Parlaments nach Brüssel einladen", sagte der
Vorsitzende des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments,
Karl-Heinz Florenz. So könnten die Jugendlichen die Umsetzung ihrer
Forderungen persönlich überprüfen. 120 Jugendliche des 1. Europäischen
Jugend Umwelt-Parlaments hatten Florenz auf dem Kongress ein
Umwelt-Weißbuch mit 15 Aktionsvorschlägen überreicht.
Rund
2.700 Schüler im Alter von 13 bis 15 Jahren hatten gemeinsam ein
internationales Weißbuch mit Forderungen an die europäische Politik
erstellt, das sich an den Themen des 6. EU-Umweltprogramms orientiert.
So forderten die Jugendlichen aus zehn Ländern zum Beispiel, das Recht
auf eine ausgewogene und organische Ernährung in der Europäischen
Verfassung zu verankern und Regierungsinstitutionen dazu zu
verpflichten, Recycling-Standorte in ihren Gebäuden einzurichten.
Florenz versprach, die Forderungen der Jungendlichen im Umweltausschuss
des Europäischen Parlaments auf die Tagesordnung zu setzen. "Das
beeindruckende Engagement der Schüler außerhalb des Unterrichts zeigt,
dass sich die Jugend in Europa um die Umwelt sorgt und über die Grenzen
hinweg nach Lösungen sucht. Dies nehmen wir sehr ernst und werden uns
intensiv mit ihren Analysen und Forderungen beschäftigen", versprach
Florenz auf dem Kongress.