20.10.2005

Mit Public Privat Partnership (PPP) öffentliche Leistungen schneller und effizienter realisieren

Gesamtergebnisse der Studie zu Public Private Partnership-Projekten in Bund, Ländern und Kommunen veröffentlicht. Bund, Länder und Kommunen nutzen vermehrt PPP. Hauptargument: mögliche Effizienzvorteile nutzen. Dies geht aus einer aktuellen und umfassende

Quelle: IDW
Immer häufiger setzen Bund, Länder und Kommunen auf die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privaten. Als Hauptargument dafür werden Effizienzvorteile genannt. Dies geht aus einer aktuellen und umfassenden Bestandsaufnahme von PPP-Projekten hervor, die das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) im Auftrag der PPP Task Force im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) erstellte.

Das Gutachten ist die erste umfassende Erhebung von PPP-Projekten in den deutschen Kommunen. Im Frühjahr 2005 wurde allen 1 515 Städten und Gemeinden mit über 10 000 Einwohnern und allen 322 Landkreisen ein Fragebogen zugesandt. Aufgrund der hohen Rücklaufquote von rund 70 Prozent liegt nun eine repräsentative Umfrage vor. Zusätzlich enthält die Studie die Ergebnisse einer Umfrage bei Bund und Ländern, die von der PPP Task Force durchgeführt wurde.

Nach der Studie haben bereits knapp ein Viertel der Kommunen Erfahrungen mit PPP-Projekten oder planen deren Durchführung. Die Annahme, dass sich öffentliche Leistungen auf diesem Wege schneller und effizienter realisieren lassen, wurde als Hauptgrund für die Durchführung von PPP-Projekten genannt. Nach eigener Einschätzung sehen mehr als die Hälfte der Kommunen und drei Viertel der Landkreise die an PPP-Projekte gestellten Erwartungen als voll erfüllt oder gar übertroffen an. Im Durchschnitt werden Effizienzgewinne von zehn Prozent erzielt - und dies unter Zugrundelegung einer realistischen Berechnungsmethode, die Zins- und Zinseszinseffekte künftiger Zahlungsströme berücksichtigt. Auf kommunaler Ebene beinhalten PPP-Projekte vorrangig die Bereiche Schulen, Sport, Freizeit und Touristik sowie Verwaltungsgebäude. Für die Zukunft erwarten die Städte und Gemeinden, dass auch Projekte in den Bereichen Kultur, Kinderbetreuung, Stadtentwicklung und Umwelt hinzukommen.

Dazu befragten die Wissenschaftler Bund, Länder und Kommunen nach laufenden und geplanten Partnerschaften. In dem nun erschienenen Endbericht ist die Gesamtstudie dokumentiert: vom methodischen Vorgehen bis zur detaillierten Wiedergabe der Ergebnisse der Bund-/Länder- und Kommunalumfragen. Die Ergebnisse sind in zahlreichen Tabellen und farbigen Abbildungen dargestellt, sie liegt als Print- und Onlinefassung vor.

Download der Gesamtstudie
http://edoc.difu.de/orlis/DF9767.pdf

Download der Kurzfassung
http://www.difu.de/presse/050906ppp.pdf

Grafiken zum Download
PPP-Projekte nach Jahr des Vertragsabschlusses (Kommunen, kumuliert):
http://www.difu.de/presse/images/050906ppp01.jpg

Investitionen in PPP-Projekten nach Jahr des Vertragsabschluss (Kommunen):
http://www.difu.de/presse/images/050906ppp02.jpg

Difu-Pressemeldung zu Vorabergebnissen der Studie vom 6.9.05
http://www.difu.de/presse/050906ppp.shtml

Public Private Partnership Task Force des BMVBW
http://www.ppp-bund.de/

Hintergrundtext "PPP als Lösung der kommunalen Investitionskrise?" http://www.difu.de/publikationen/difu-berichte/1_05/07.phtml

Weitere Informationen
Dr. Busso Grabow (Projektleitung) Telefon: 030/39001-248/ -202 E-Mail: grabow@difu.de

Bibliographische Angaben
Public Private Partnership Projekte
Eine aktuelle Bestandsaufnahme in Bund, Ländern und Kommunen
Hrsg. vom Deutschen Institut für Urbanistik (Projektleitung: Busso Grabow, Bearbeiter: Michael Reidenbach, Manuela Rottmann, Antje Seidel-Schulze)
im Auftrag der PPP Task Force im BMVBW
2005. 84 S., 35 farbige Abb., 21 Tab., Schutzgebühr Euro 12,90
ISBN 3-88118-400-7

Erwerb der Printfassung
Deutsches Institut für Urbanistik, Verlag, Postfach 12 03 21, D-10593 Berlin,
Fax: 030/39001-275, Telefon: 030/39001-253/-256
E-Mail: verlag@difu.de.

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