07.09.2005

Nachhaltige Entwicklung - Zeit zum Handeln

Unter dem Motto "Nachhaltigkeit - die Wachstumsformel vom Mehr zum Besseren" hat in Berlin der Jahreskongress des Rates für Nachhaltige Entwicklung stattgefunden. Bundeskanzler Gerhard Schröder würdigte die kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem Rat und b

Quelle: bundesregierung.de
"Einer nachhaltigen Entwicklung muss nicht nur das Wort geredet, es muss etwas getan werden", erklärte Bundeskanzler Gerhard Schröder angesichts der Situation am Ölmarkt in seiner Rede am 6. September in Berlin. Die Energiepolitik stehe vor der zentralen Herausforderung dem Klimawandel entgegen zu wirken. Schröder forderte unter anderem, das Kyoto-Protokoll weiter zu entwickeln. Ein Ausstieg aus den Verpflichtungen des Protokolls sei unsinnig, sagte der Kanzler. Die Bundesregierung hat bereits frühzeitig mit der Industrie eine gemeinsame Kraftstoffstrategie entwickelt, die nun konsequent umgesetzt werden müsse, so Schröder.

>> Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder

Nachhaltigkeit als Leitlinie der Politik dieser Bundesregierung

"Wie keine Bundesregierung vorher haben wir das Prinzip der nachhaltigen Entwicklung zur Leitlinie unseres Handelns gemacht. Ausgangspunkt ist eine anspruchsvolle nationale Nachhaltigkeitsstrategie mit konkreten Zielen und Indikatoren, die wir zum Weltgipfel 2002 in Johannesburg vorgelegt haben", so der Bundeskanzler im neuen Wegweiser Nachhaltigkeit 2005. 

Mit dem neuen Wegweiser zieht die Bundesregierung zum zweiten Mal Bilanz und zeigt gleichzeitig auf, in welche Richtung es bei wei­teren wichtigen politischen Schwerpunkten geht. Im Mittelpunkt der künftigen Aktivitäten stehen Fragen der Energieversorgung, der nachwachsenden Rohstoffe, einer zukunftsfähigen Waldwirtschaft, des Schutzes der biologischen Vielfalt, der Sicherung der Generationenbilanz und der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen.

Das Thema der Nachhaltigkeit dürfe man nicht ausschließlich auf ökologische Politik beziehen. Nachhaltigkeit müsse auch in anderen Politikbereichen eine ebenso deutliche und wichtige Rolle spielen. Dies gelte insbesondere für die Reformen der sozialen Sicherungssysteme, weil sie die Balance zwischen Eigenverantwortung und Solidarität wahren wollen und den Bürgern ein "Weiterleben in Teilhabe" ermöglich sollen, so der Kanzler.

Bessere Chancen für zukünftige Generationen

In Deutschland geht es derzeit wesentlich darum, nachhaltiges Wachstum zu erzielen - ein Wachstum, das dauerhaft einen hohen Beschäftigungsstand ermöglicht, die ökonomische Grundlage des Sozialstaats sichert und die natürlichen Lebensgrund­lagen erhält. Darüber hinaus stellt uns die demographische Entwicklung vor besondere Aufgaben. Beides sind zentrale Bereiche, zu denen im Wegweiser Nachhaltigkeit Antworten gegeben werden. 

Der Vorsitzende des Nachhaltigkeitsrates Volker Hauff unterstrich, dass nachhaltige Entwicklung notwendig ist, um Wohlstand für weitere Generationen zu sichern. Er begrüßte die Kontinuität der Zusammenarbeit mit der Bundesregierung und betonte, dass der Bundeskanzler dafür gesorgt habe, das Nachhaltigkeit auf der politischen Tagesordnung steht.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung ist im April 2001 von Bundeskanzler Gerhard Schröder berufen worden. Er berät die Bundesregierung, entwickelt Beiträge für die Nachhaltigkeitsstrategie und -politik, benennt konkrete Handlungsfelder und Projekte und macht Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen. Dem Rat gehören 19 Personen des öffentlichen Lebens an.

Zwischenbilanz nach drei Jahren Nachhaltigkeitsstrategie

Die Nationale Nachhaltigkeitsstrategie "Perspektiven für Deutschland" ist im April 2002 beschlossen und auf dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg im September 2002 präsentiert worden. Jetzt, drei Jahre danach, hat die Bundesregierung erneut Bilanz gezogen.

Der "Wegweiser Nachhaltigkeit 2005" dokumentiert die von der Bundesregierung getroffenen Weichenstellungen für eine nachhaltige Entwicklung: Dazu gehören die Reformen der Agenda 2010. Dazu zählen aber ebenso die Neuausrichtung der europäischen und deutschen Agrarpolitik wie auch die Einführung der Maut im Güterverkehr und der Ausbau der erneuerbaren Energien.

>> Wegweiser Nachhaltigkeit 2005

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