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12.08.2005

Klimawandel kostet

Ökonomische Schäden infolge des Klimawandels haben in den letzten Jahrzehnten enorm zugenommen, sagen Wirtschaftsforscher. Effektiver Klimaschutz würde etwa 1 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung kosten.

Quelle: vistaverde.de
Die ökonomischen Schäden durch extreme Wetterereignisse haben in den letzten drei Jahrzehnten enorm zugenommen – eine Folge des globalen Klimawandels. Ohne eine Stabilisierung der Treibhausgaskonzentration auf dem heutigen Niveau sind deshalb zunehmend irreversible und gefährliche Klimaschäden zu befürchten. Eine schnell aktiv werdende Klimaschutzpolitik hingegen könnte gesamtwirtschaftliche Schäden von bis zu 200 Billionen Dollar bis zum Jahre 2050 abwenden, hieß es in einer am Mittwoch in Berlin vorgestellten Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

In der Studie analysieren Forscher und Praktiker die ökonomischen Kosten des Klimawandels und der Klimapolitik, die damit verbundenen Finanzrisiken sowie den Aufwand und Nutzen nationaler und internationaler Klimaschutzstrategien. Ihren Schätzungen zufolge dürften die Kosten eines effektiven Klimaschutzes bei etwa einem Prozent des globalen Bruttosozialprodukts liegen, vorausgesetzt, dass die Energieeffizienz und der Beitrag erneuerbarer Energien ausreichend gesteigert werden könne. Um die entsprechenden Investitionen anzuregen, müsse der Ausstoß von Klimagasen wie Kohlendioxid einen Preis erhalten und so zu einem Kostenfaktor für Unternehmen werden. Der Emissionsrechtehandel sei hierzu ein sehr geeignetes Instrument.

Die finanziellen Risiken durch den Klimawandel sind laut DIW enorm, vor allem für die betroffenen Entwicklungsländer. Dem Finanzsektor komme deshalb die Rolle zu, innovative Ansätze zur Schadensprävention zu entwickeln. Die Autoren des Berichts kommen zu dem Ergebnis, dass effektive und schnelle Klimaschutzstrategien gefordert sind, die sich auf einen gesellschaftlichen Konsens über deren Kosten und Nutzen stützen müssen. Neue Partnerschaften zwischen Privatsektor, Regierungen, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen könnten helfen, die Risiken und Kosten zu mindern. Ihre Umsetzung gerade in den vom Klimawandel besonders betroffenen Entwicklungsländern sei vordringlich.

Weitere Informationen:
DIW Berlin: Die ökonomischen Kosten des Klimawandels und der Klimapolitik (Aufsatz; pdf)

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