Das sind Zusammenhänge, die empirisch noch wenig untersucht wurden. Dabei ist die Frage, wie die Wirtschaft im Zeitalter der Globalisierung wächst, ohne dass Natur und Mensch leiden, eine der spannendsten für die Wirtschaftswissenschaften. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stellt deshalb in den nächsten vier Jahren zehn Millionen Euro für wissenschaftliche Projekte zur Verfügung, in denen nachhaltige Globalisierungsstrategien entwickelt werden. Das Vorhaben ist Teil der Strategie, die die Bundesregierung mit dem „Wegweiser Nachhaltigkeit“ verfolgt, der heute im Kabinett diskutiert wird.
Die Forscher sollen Lösungswege erarbeiten, wie sich Wachstum und Arbeitsplätze schaffen lassen, ohne dass die soziale Gerechtigkeit und die Umwelt leiden. Weil die Zusammenhänge in der globalisierten Welt komplizierter werden, stehen auch Ökonomen vor neuen Herausforderungen. Die traditionelle Wirtschaftswissenschaft stößt deshalb an ihre Grenzen.
Die Ausschreibung basiert auf einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), das hierzu mehr als 200 Ökonomen befragt hat. Das Vorhaben ist Teil des Rahmenprogramms „Forschung für die Nachhaltigkeit“. Hierfür stellt die Bundesregierung in diesem und in den nächsten vier Jahren durchschnittlich 160 Millionen Euro bereit.
Antragsteller können bis 5. November eine Skizze beim Projektträger des BMBF einreichen.
Informationen zur Förderbekanntmachung gibt es auch im Internet unter www.bmbf.de/foerderungen/4799.php.
Weitere Informationen erhalten Sie beim Projektträger:
Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit in der Helmholtz-Gemeinschaft (GSF)
Thomas Schulz
Telefon: 089 / 651 088 – 60
thomas.schulz@gsf.de
English version of this page
(URL: /en/11179)
Wirtschaftswissenschaften für Nachhaltigkeit 