Energiesparend Sanieren ist laut dena-Geschäftsführer Stephan Kohler die beste Antwort auf steigende Energiepreise. "Dadurch sinken die Nebenkosten, der Wohnkomfort steigt und die Immobilie bleibt dauerhaft attraktiv auf dem Markt. Die Nachfrage nach Gebäuden mit einer guten Energiebilanz wird merklich steigen, wenn Eigentümer, Käufer und Mieter demnächst anhand von Energieausweisen den Energiebedarf genau einschätzen können." Auch für die Pilotprojekte in Nordrhein-Westfalen wird nach der Modernisierung ein Energieausweis ausgestellt. Mit einem Primärenergiebedarf von unter 42 kWh pro Quadratmeter und Jahr liegen sie optimal im grünen Bereich der Energieeffizienzskala.
Zu den vorbildlichen Sanierungsprojekten gehören unterschiedliche Gebäude aus den Jahren 1929 bis 1974, vom Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern in Oberhausen bis zum Mehrfamilienhaus mit über 1630 Quadratmetern in Düsseldorf. Weitere Projekte befinden sich in Köln, Düren, Bedburg, Kamen, Castrop-Rauxel, Bielefeld und Wadersloh. "Im Schnitt wird der Primärenergiebedarf um über 89 Prozent reduziert, mit solchen Ergebnissen wird der sanierte Altbau erst richtig schick", betonte Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Leiter der Energieagentur NRW, die diese Projekte vor Ort koordiniert. "Möglich ist dies durch optimale Dämmung und Verglasung sowie effiziente Heizungs- und Lüftungsanlagen - kurzum durch zeitgemäße Haustechnik."
Im dena-Modellvorhaben "Niedrigenergiehaus im Bestand" werden derzeit mit Unterstützung des Bundesbauministeriums bundesweit 143 Wohngebäude auf einen besonders energieeffizienten Stand gebracht. In einer Reihe von insgesamt 16 regionalen Fachworkshops stellt die dena zusammen mit regionalen Partnern die Sanierungsprojekte vor und informiert über den Gebäudeenergieausweis. Eigentümer, die sich bereits jetzt für einen Gebäudeenergieausweis interessieren, können auf den in der Praxis erprobten dena-Energiepass zurückgreifen.
NRW will den Weg zum ökonomischeren Gebäude mit einer konzertierten Aktion unterstützen, an der zwölf Institutionen teilnehmen. Die Aktion "Gebäudesanierung NRW: Mein Haus spart", die Ministerin Thoben dem Auditorium vorstellte, will für mehr Energieeffizienz im Gebäudebestand sorgen - und die Chancen, die das KfW-Gebäudemodernisierungsprogramm bietet, für NRW nutzen.
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