Das Konzept geht von der Annahme aus, dass ein umweltbewusster und sozial engagierter Lieferant ein auch ökonomisch überdurchschnittlich guter und zuverlässiger Partner ist, von dem der Auftraggeber langfristig profitiert. Auf der Ebene von Produktstandards existiert in der Automobilindustrie schon jetzt häufig eine Verknüpfung von Umwelt- und Qualitätsanforderungen. Dazu gehören beispielsweise Materialempfehlungen oder -verbote, die sich auch auf Zulieferteile beziehen. Darüber hinaus spielen Umwelt- und Sozialstandards bei der Lieferantenbewertung und -auswahl eine zunehmende Rolle. Die Produktionsprozesse und Arbeitsverhältnisse des Lieferanten sollen sich an globalen Mindeststandards orientieren. Ziel ist die Schaffung und Anwendung von Umweltmanagementsystemen und der aktive Umgang mit ökologischen Herausforderungen. Dazu gehören die Vermeidung von Umwelt- und Gesundheitsschäden, die Entwicklung von Produkten und Prozessen mit geringem Ressourcenverbrauch und die Abfallvermeidung durch Recycling und Entsorgung. Um diese Ziele zu vermitteln, ist es geboten, Mitarbeiter und Lieferanten in diesen Bereichen weiterzubilden.
Auch bezüglich des Sozialverhaltens soll das Problembewusstsein – etwa durch Fortbildungsseminare – bei den Lieferanten gestärkt werden. So gilt das Verbot der Diskriminierung aufgrund Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder politischer Einstellung. Auch das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit und die Hinwendung zu vertraglich geregelten Arbeitsverhältnissen und angemessener Vergütung bei garantierten Mindestlöhnen sind als Grundlagen der Zusammenarbeit unverzichtbar.
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