Doch wie setzen Unternehmen nachhaltiges Wirtschaften in der Praxis um? Welche Erfolgsfaktoren gibt es? In Kooperation mit Alois Flatz, dem Mitbegründer des Dow Jones Sustainability Index, hat die GTZ branchenübergreifend 20 deutsche, international tätige Unternehmen befragt und die Ergebnisse in der Studie “Zukunftsfaktor Nachhaltiges Wirtschaften” vorgelegt.
Nahezu alle befragten Unternehmen sehen in nachhaltigem Wirtschaften einen strategischen Erfolgsfaktor, der sich positiv auf Image und Wettbewerbsfähigkeit auswirkt. So gilt die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften beispielsweise im Umweltbereich oder bei Sozialstandards als selbstverständlich. Aspekte der Nachhaltigkeit werden hier systematisch in Managementprozesse integriert und umgesetzt.
Obwohl die Unternehmen nachhaltigem Wirtschaften eine hohe Relevanz beimessen, fließen Nachhaltigkeitsaspekte auf gesamtstrategischer Ebene eher selten ein. Auch in Bereichen wie Forschung, Entwicklung und Marketing wird das Wertschöpfungspotenzial nachhaltigen Wirtschaftens nicht voll genutzt. Doch erst wenn nachhaltiges Wirtschaften zum Wertschöpfungs- und Innovationstreiber im Kerngeschäft wird, erwächst daraus ein Wettbewerbsvorteil, der den Geschäftserfolg langfristig sichert.
Die Studie „Zukunftsfaktor Nachhaltiges Wirtschaften“ analysiert Motivation, Zielsetzung, Entwicklung, Umsetzung und Steuerung von Strategien nachhaltigen Wirtschaftens in den Unternehmen. Daraus werden Typologien von Unternehmen sowie Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Wirtschaften abgeleitet.
Die GTZ ist ein weltweit tätiges Unternehmen der Internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung. Seit 30 Jahren bietet sie zukunftsfähige Lösungen für politische, wirtschaftliche, ökologische und soziale Entwicklungen in einer globalisierten Welt. Ihr Ziel ist es, die Lebensbedingungen von Menschen nachhaltig zu verbessern. Hauptauftraggeber der GTZ ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die GTZ ist darüber hinaus auch für die Privatwirtschaft tätig. Sie berät international tätige Unternehmen zum Beispiel in den Bereichen Ausbildung, Sozial- und Ökostandards, Gesundheits- und Umweltschutz, Ökoeffizienz und Technologietransfer.
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