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02.01.2007

Nachhaltigkeitsarbeit aus Reputationsgründen - Befragung der URS Deutschland GmbH mit positivem Feedback

Deutsche Unternehmen betreiben Nachhaltigkeitsengagement zuerst unter Reputationsaspekten. Die Nachhaltigkeitsarbeit wird auch als Risikoprävention zum Erhalt der Social Licence to Operate gesehen und soll den Markenwert des Unternehmens sichern. Dabei wird den Themen Menschenrechte, Umweltschutzbestimmungen, Personalzufriedenheit und Ressourceneffizienz eine hohe bis sehr hohe Wichtigkeit beigemessen. Zu diesem Ergebnis kommt die von der URS Deutschland GmbH und der internationalen Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer veröffentlichte gemeinsame Studie “Nachhaltigkeit und Unternehmensführung”.

Quelle: csr-news
Über eine Befragung von Unternehmen im deutschsprachigen Raum ermittelten Martin Viehöver und Dr. Sebastian Reich vom Beratungsunternehmen URS Deutschland GmbH, Dr. Juliane Hilf von der Anwaltssozietät Freshfields Bruckhaus Deringer und Franz Knecht von der Schweizer Connexis AG, welche Bedeutung der Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung eingeräumt wird. Die Ergebnisse und ihre Analyse sind am 9. November 2006 in der Studie “Nachhaltigkeit und Unternehmensführung” veröffentlicht und mit Feedbackbögen ins Internet gestellt worden. “Wir erleben einen guten Rücklauf und eine deutlich positive Resonanz”, so Autor Martin Viehöver.

Für die Studie wurden 289 Unternehmen angeschrieben, 39 davon beteiligten sich an der Befragung. Mit 87 Prozent repräsentieren die meisten Teilnehmer Großunternehmen mit mehr als 500 Mio. € Jahresumsatz, 74 Prozent arbeiten international, 77 Prozent der Unternehmen, die sich an der Studie beteiligten, veröffentlichen einen Umwelt, Nachhaltigkeits- oder CSR-Bericht. Abgefragt wurden die Relevanz und die Bedeutung von Nachhaltigkeit für die Unternehmen bei operativen und strategischen Entscheidungen, die Betroffenheit der verschiedenen Unternehmensbereiche, Bekanntheit, Bedeutung und Verwendung von Schlüsselbegriffen aus dem Nachhaltigkeitsbereich sowie die Relevanz bei der Interaktion mit finanziellen Stakeholdern.

Die Studie zeigt deutlich: In den Unternehmen setzt sich die Erkenntnis durch, dass Nachhaltigkeitsaspekte für den ökonomischen Erfolg immer bedeutsamer werden. Unternehmen fürchten die Folgen von Pannen und Verfehlung. Insgesamt überwiegen beim Engagement für die Nachhaltigkeit aus ihrer Perspektive die Chancen gegenüber den Risiken. Aus den Beweggründen für ihr Engagement machen die Unternehmen keinen Hehl: Mit großer Deutlichkeit sehen sie sich an erster Stelle durch die Reputation motiviert.

Das Motiv sei nicht wichtig, das Ergebnis zähle, betont Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker im Vorwort der Studie. Nach Einschätzung des Umweltwissenschaftlers und Dekans der Bren-Umwelthochschule im kalifornischen Santa Barbara wächst die Bedeutung des Markenimages auch auf den Kapitalmärkten: “Hier liegt eine Chance der Einflussnahme des umweltbewussten Publikums auf das Geschehen der Wirtschaft.”

“Deutsche Unternehmen müssen aus klassischen Mustern ausbrechen und in der Kommunikation besser werden”, ist ein Fazit von Martin Viehöver aus der Studie. Erstaunt hat den Autor die in dieser Untersuchung zum Ausdruck gebrachte eher sinkende Bedeutung des Bereichs Forschung und Entwicklung. Ein Update der Untersuchung ist für das kommende Jahr vorgesehen.

Martin G. Viehöver, Dr. Juliane Hilf, Franz Knecht, Dr. Sebastian Reich: Nachhaltigkeit und Unternehmensführung. Frankfurt/Main, Basel, Köln 2006

Weitere Informationen:

http://www.urscorp.de/
http://www.freshfieldsbruckhausderinger.com/

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