Der Gipfel sei eine einmalige Chance, den Stillstand zwischen Industriestaaten und Schwellenländern in der Klimapolitik zu beenden. Mancherorts seien Unternehmen im Klimaschutz deutlich fortschrittlicher als ihre Regierungen. Das wirksamste und kostengünstigste Instrument für den Klimaschutz sei der globale Handel mit Emissionsrechten: "Die Emission von Treibhausgasen muss weltweit einen Preis bekommen, um in unternehmerische Entscheidungen einzufließen", so Otto. Die 2°-Initiative fordert, dass der weltweite Ausstoß von Klimagasen bis zum Jahr 2050 halbiert werden müsse. Das bedeute für die Industriestaaten, dass sie ihre Emissionen um deutlich mehr als die Hälfte reduzieren müssten. Die Wirtschaft sei bereit, die Herausforderungen des Klimawandels anzunehmen und zu bewältigen. "Hierfür dürfen wir keine Zeit mehr verlieren", so Michael Otto abschließend.
Craig Bennett, Vertreter der "Corporate Leaders Group on Climate Change", erklärte, dass die britische Unternehmensinitiative das Anliegen der Initiative "2° - Deutsche Unternehmer für Klimaschutz" unterstütze. Ein langfristiges Rahmenwerk für den Klimaschutz sei dringend notwendig. Politik und Wirtschaft sollten hier eng kooperieren anstatt sich gegenseitig zu blockieren. Die Gruppe arbeite eng mit der britischen Regierung zusammen, um sowohl auf nationaler als auch internationaler Ebene Fortschritte bei der Senkung von Treibhausgasemissionen zu erzielen.
Beide Initiativen unterstrichen, dass in der Herausforderung des Klimaschutzes große wirtschaftliche Chancen lägen. Wer die richtigen Technologien, Produkte, Verfahren und Dienstleistungen entwickeln und konkurrenzfähig anbieten könne, dem eröffneten sich globale Märkte mit großem Potential. Voraussetzung hierfür seien die richtigen politischen Rahmenbedingungen, die Effektivität und Kosteneffizienz gleichermaßen berücksichtigten.
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