Ministerin stellt auf dem Energiegipfel Roadmap für die Energieforschung vor.
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
"Forschung ist zentraler Bestandteil unserer Energiepolitik", sagte
Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Dienstag nach dem Energiegipfel,
zu dem die Bundeskanzlerin Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und
Politik nach Berlin eingeladen hatte. "Der Ausbau der Energieforschung ist
Voraussetzung dafür, Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit
in Deutschland zu stärken - und Arbeitsplätze zu sichern."
Die Bundesregierung
investiert von 2008 bis 2011 rund 2 Milliarden Euro in die Energieforschung.
Schavan: "Die Wirtschaft ist aufgerufen, mit uns gemeinsam Forschung und
Entwicklung im Energiebereich voranzutreiben und in konkrete Projekte zu
investieren." Gleichzeitig wird die Energieforschung einen wichtigen Beitrag zum
schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen leisten.
"Energieforschung ist unverzichtbar, um mit innovativen Technologien unsere
künftige Energieversorgung sicher, kostengünstig und klimaverträglich zu
machen", sagte die Ministerin. "Gleichzeitig verbessert die deutsche Wirtschaft
damit ihre Exportaussichten." Die zuständige Arbeitsgruppe 3 (Forschung und
Effizienz) hat sich in Berlin auf einen Bericht mit umfangreichen Empfehlungen
zur Forschung im Energiebereich verständigt - und eine detaillierte Roadmap für
ausgewählte Handlungsfelder der Energieforschung entwickelt. Darin werden klare
Zielsetzungen für die Entwicklung bestimmter Technologien benannt. Die Roadmap
greift ausgewählte Handlungsfelder für die Energieforschung auf, darunter den
rationellen Einsatz von Energie, erneuerbare Energien, Abscheidung und
Speicherung von Kohlendioxid, Entwicklung von Brennstoffzellen und
Wasserstofftechnologie sowie Kernfusion.
Die Energieforschung wird zentrales Element der Hightech-Strategie zum
Klimaschutz sein. Bis zum zweiten Klimaforschungsgipfel am 16. Oktober sollen
wichtige Innovationsallianzen konkret benannt und finanziell ausgestattet sein.
Dazu gehören:
Entwicklung leistungsstarker elektrischer Energiespeicher
intelligente
Netze (smart grids) - das heißt besseres Energiemanagement im Stromnetz unter
Einsatz modernster Informations- und
Kommunikationstechnologien
Technologieentwicklung zur
Kohlendioxid-Abtrennung und Speicherung
Zukunftsvision eines intelligenten
Energie-Hauses (neue Materialien und neue Energieversorgungskonzepte)