„Tue Gutes und rede darüber.“ Viele Unternehmen veröffentlichen Berichte, in denen sie ihre Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner und die Öffentlichkeit über ihre unternehmerische Verantwortung und ihr Engagement informieren. Corporate Social Responsibility-Berichte sind zu einem festen Bestandteil der Unternehmenskommunikation geworden. Bereits 26 der 30 DAX-Unternehmen halten sich bei ihren Veröffentlichungen an die Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI).
Quelle: visavis.de
Das Stichwort ist „G3“. Nein, dies ist kein Tippfehler und der Gipfel der
größten Industrienationen ist auch nicht gemeint. „G3“ ist die Abkürzung für die
aktuelle Version der GRI's Sustainability Reporting Guidelines. Dieser Leitfaden
soll Unternehmen Orientierung bei der Berichterstattung geben. Ziel ist es, eine
standardisierte Darstellung der ökonomischen, ökologischen und
gesellschaftlichen Leistung des berichtenden Unternehmens zu erreichen. Diese
einheitliche Berichterstattung gewährleistet eine bessere Vergleichbarkeit der
Unternehmen und ihrer Aktivitäten. Seit ihrer Gründung durch die Coalition of
Environmentally Responsible Economies (CERES ) in Partnerschaft mit dem
UN-Umweltprogramm UNEP im Jahr 1997 arbeitet die GRI an weltweit anwendbaren
Richtlinien für die Sozial- und Nachhaltigkeitsreporte.
Die GRI mit Sitz
in Amsterdam arbeitet weltweit mit einer Reihe von Stakeholdern zusammen wie
Firmen, Menschenrechts-, Umwelt-, Arbeits- und staatlichen Organisationen. Die
Richtlinien sollen weltweit eine nachhaltige Entwicklung fördern und
gleichzeitig Firmen, Regierungen, Investoren und Arbeitnehmern eine
Entscheidungshilfe bei Fragen zu einer nachhaltigen Entwicklung bieten. Weltweit
sind 1100 Unternehmen, Städte, Ministerien und NGOs in der Global Reporting
Initiative organisiert. Der institutionelle Rahmen der
Nachhaltigkeitsberichterstattung wird kontinuierlich weiterentwickelt, zusammen
mit 25.000 weiteren NGOs.
Nach Angaben des GRI-Geschäftsführers Ralph
Thurm mache seine Organisation Betriebsabläufe so transparent, dass Unternehmen
„ihre CSR-Strategien von der Energieeffizienz über Produktverantwortung bis zur
Korruptionsbekämpfung managen können“. Solche Strategien fordern auch
Finanzanalysten unter dem Stichwort Risikomanagement.