Abwärme aus Biogasanlagen: Wie nutzen? - Studie stellt zehn prinzipiell wirtschaftliche Varianten vor
Das Bremer Energie Institut und das Bremer Institut für Umweltverfahrenstechnik nehmen in einer Studie insgesamt 17 Möglichkeiten zur Abwärmenutzung von Biogasanlagen unter die Lupe. Zehn davon stufen sie als prinzipiell wirtschaftlich machbar ein.
Die Ergebnisse stehen in Form eines Materialienbandes und eines Leitfadens auf www.fnr.de im Literaturbereich zum kostenlosen Download bereit.
Gefördert wurde die Studie im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).
Das Problem der Abwärmenutzung von Biogasanlagen ist nicht
neu. Diverse Möglichkeiten sind denkbar, häufig scheitert die Umsetzung jedoch
an der Wirtschaftlichkeit oder den technischen Anforderungen. Dennoch lohnt es
sich zu prüfen, welches Konzept für die eigene Anlage in Frage kommen könnte,
denn mit einer sinnvollen Wärmeverwertung steigen Effizienz und
Wirtschaftlichkeit.
Die beiden Bremer Wissenschafts-Institute bieten in
ihrer aktuellen Zusammenschau einen hervorragenden Überblick über das, was
machbar ist. Das Spektrum reicht von der Kälteerzeugung über die Saftherstellung
bis zur thermischen Gärrestaufbereitung. Zugrunde legten die Wissenschaftler
landwirtschaftliche Biogasanlagen mit einer Leistung zwischen 250 und 2.000
kWel, die sich an abgeschiedenen ländlichen Standorten befinden. Für alle
Optionen wurden die technischen Anforderungen und Überlegungen zur
Wirtschaftlichkeit aufgeführt.