10.03.2005

Windkraft wächst auf neuem Weltmarkt - Konferenz in Brüssel

Die Windkraft mausert sich von einer deutschen Besonderheit zur Energie-Alternative auf dem Weltmarkt. Noch immer stammt gut ein Drittel des weltweit produzierten Windstroms aus Anlagen in Deutschland. Doch andere Länder holen auf. Immer mehr Windräder wa

Quelle: verivox.de
Franzosen wundern sich noch, wenn sie - etwa auf dem Weg zur CeBIT in Hannover - entlang der Autobahn in der norddeutschen Tiefebene ein Windrad neben dem anderen erblicken. Spanier hingegen kennen das Bild. Ihre Heimat ist weltweite Nummer zwei bei der Umwandlung von Wind in Elektrizität. Und im vergangenen Jahr überflügelte Spanien die Bundesrepublik bereits bei der Errichtung neuer Anlagen: Räder mit einer Leistung von 2065 Megawatt wurden dort neu installiert, Deutschland lag mit 2037 Megawatt knapp dahinter.

Indien, dass hinter den USA und Dänemark den fünften Platz in der Windrangliste belegt, hat 2004 ebenfalls kräftig angebaut: 875 Megawatt oder elf Prozent der weltweit neu installierten Leistung wurden auf dem Subkontinent geschaffen. Längst produzieren auch deutsche Hersteller wie der ostfriesische Anlagenbauer Enercon im Wachstumsmarkt Indien technisch hochwertige Windräder. Länder wie Ägypten, Kanada, Brasilien oder Jamaica setzten - auf einem niedrigeren Niveau - ebenfalls verstärkt auf die Windkraft.

Australien hat diese Art der Stromproduktion, die weder schädliche Abgase noch Atommüll hinterlässt, im vergangenen Jahr fast verdoppelt: Zu den bestehenden 198 Megawatt kamen nach GWEC-Angaben neue Anlagen für 182 Megawatt hinzu. "Australien hat mit die grössten ungenutzten Windressourcen auf der Welt", sagt der Vorsitzende des australischen Windenergie-Verbandes, Ian Lloyd-Besson. Er hält einen Ausbau auf 8000 Megawatt für leicht möglich. Dies helfe auch Farmern, die unter der Trockenheit leiden, und schaffe lokale Jobs.

So bekommen die deutschen Vorreiter zunehmend Nachahmer in aller Welt. Neuseeland hat seine Kapazitäten binnen Jahresfrist fast vervierfacht - von bescheidenen 36,3 Megawatt im Jahr 2003 auf nunmehr 132,4 Megawatt. Auch der chinesische Drachen, bisher auf Platz 10 der Windrangliste, streckt die Flügel aus. "Wir haben viel Zeit und Energie darauf verwendet, von den Erfolgen und Fehlern unserer Partner in Europa und dem Rest der Welt zu lernen", sagte Li Junfeng vom chinesischen Verband für erneuerbare Energien.

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