Das Fachgebiet Umwelt- und Raumplanung der TU Darmstadt arbeitet intensiv auf dem Gebiet Anpassung an den Klimawandel. Jetzt wollen die Wissenschaftler in einer betroffenen Region gemeinsam mit örtlichen Akteuren Anpassungsmaßnahmen erarbeiten. Dafür suchen sie in einem Wettbewerb einen Pilotraum in der Region Starkenburg. Der Gewinner-Raum kann sich sicher sein, auf den Klimawandel bestens vorbereitet zu sein.
Quelle: (idw) Technische Universität Darmstadt
Schon heute sind die Auswirkungen des Klimawandels spürbar:
Unwetter und Stürme im Hochsommer, extreme Hitze und Trockenheit schon im
Frühling und kaum Frost im Winter. Solche Wetterkapriolen treten in den letzten
Jahren in Europa verstärkt auf. Zwar ist nicht jeder heiße Sommer zwangsläufig
eine Folge des Klimawandels. Mittlerweile gehen die Wissenschaftler aber davon
aus, dass die Menschen sich auf künftige Klimaveränderungen einstellen
müssen.
Dies gilt natürlich auch für Südhessen: Wärmere Sommer und
gleichzeitig geringere Niederschlagsmengen gefährden die Ernten der Landwirte.
Generell müssen sie ihre Erzeugnisse daher an die Veränderungen
anpassen.
Hier setzt der Wettbewerb "Angepasst im Klimawandel" an: Die
TU-Wissenschaftler suchen in der Region Starkenburg einen Pilotraum, um
beispielhaft Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zu erarbeiten. Das
Regierungspräsidium Darmstadt übernimmt die Schirmherrschaft.
Der
Gewinner des Wettbewerbs wird Pilotraum, in dem das Fachgebiet Umwelt- und
Raumplanung in Zusammenarbeit mit regionalen Akteuren bis Ende 2010 ein
integriertes Anpassungskonzept ausarbeiten und erste Lösungen umsetzen wird. Für
die Realisierung von Pilotmaßnahmen erwarten die Wissenschaftler Fördermittel in
Höhe von 50.000 Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Ziel ist
es, den Pilotraum zu einem der am besten an die Folgen des Klimawandels
angepassten Räume in Deutschland zu entwickeln.
Der Pilotraum soll sich
nicht an administrativen Grenzen, sondern an existierenden bzw. zu erwartenden
Klimafolgen orientieren. Das bedeutet, dass Gebiete mit ähnlichen
naturräumlichen Bedingungen einen Pilotraum bilden können. Voraussetzung für die
Teilnahme am Wettbewerb ist ein schlagkräftiges Aktionsbündnis von mindestens
drei Akteuren aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung und die
Bereitschaft, mit Engagement und Kreativität neue Wege bei der Anpassung an den
Klimawandel zu beschreiten.
Bis zum 27. Oktober 2008 können alle Akteure
aus der Region Starkenburg (Kreis Bergstraße, Kreis Darmstadt-Dieburg, Kreis
Groß-Gerau, Odenwaldkreis, Kreis Offenbach, Wissenschaftsstadt Darmstadt)
ihre Wettbewerbsbeiträge beim Fachgebiet Umwelt- und Raumplanung der TU
Darmstadt einreichen.