Die Natur übertreffen: Künstliche Photosynthese für Solarzellen
Die Natur hat mit der Photosynthese in Millionen von Jahren einen komplexen Vorgang geschaffen, der Sonnenstrahlung in Zucker und damit in chemische Energie überführt. Voraussetzung dafür sind spezialisierte Moleküle, die Licht absorbieren und möglichst verlustfrei in den Prozess einspeisen. Dabei gibt es Verbesserungspozential. Wie Wissenschaftler solche natürlichen Lichtsammler noch effizienter machen, um sie für Solarzellen zu nutzen, ist Thema in der aktuellen Ausgabe der "Nachrichten der Chemie".
Quelle: (idw) Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.
Moderne Solarzellen verarbeiten maximal ein Viertel der
auftreffenden Sonnenstrahlung zu elektrischem Strom. Der Rest geht als Wärme
verloren. Die Photosynthese überführt Licht ebenfalls zunächst in elektrische
Energie, die dann zur Synthese von Traubenzucker dient. Dass hierbei weniger
Verluste als in Solarzellen auftreten, liegt an Lichtsammelkomplexen, die
Sonnenstrahlung auffangen und weiterleiten. Algen, die mehrere Meter unter der
Wasseroberfläche leben, brauchen besonders effektive Lichtsammler, um das wenige
eintreffende Licht absorbieren zu können. Solche Sonnenantennen will die
Wissenschaft verbessern. Fernziel sind effektivere Solarzellen.
In einem
ersten Schritt koppeln die Forscher natürliche Pigmente an kleine
Metallpartikel, beispielsweise aus Silber. Diese elektromagnetischen Kopplungen
erzeugen lokale Felder, welche die Sammelleistung der natürlichen Sonnenantennen
um ein Vielfaches verstärken. Allerdings ist in solchen Hybridmolekülen die
biologische Komponente bisher nicht stabil genug.
Die Naturwissenschaftler
Stephan Wörmke, Sebastian Mackowski, Hugo Scheer und Christoph Bräuchle geben in
der Novemberausgabe der "Nachrichten aus der Chemie" einen Überblick über
neueste Entwicklungen zur künstlichen Photosynthese. Die PDF-Datei des Artikels
gibt es bei der Redaktion der "Nachrichten aus der Chemie" unter
nachrichten@gdch.de. Nahezu 80.000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen
aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den "Nachrichten aus
der Chemie" über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften
sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der
Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der
Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und
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