01.10.2002
31.12.2016

03.03.2009

Europäische Haferdatenbank für eine nachhaltig gesunde Ernährung

Europäische Arbeitstagung am Julius Kühn-Institut in Quedlinburg stellt erste Ergebnisse des EU-Projekts AVEQ vor. Das Projekt beschäftigt sich mit den genetischen Ressourcen des Hafers im Hinblick auf Qualitätsmerkmale bei der Speisehafer-Erzeugung.

Quelle: (idw) Julius Kühn-Institut
Hafer (Avena sativa) ist ernährungsphysiologisch betrachtet unser wertvollstes Getreide. Er hat einen hohen Proteingehalt (bis zu 24 %) und ist reich an Mineral- und Ballaststoffen. Bis 2011 sollen in dem EU-Projekt AVEQ 600 Genbankmuster und Sorten genauer untersucht werden. An dem Projekt, das vom Julius Kühn-Institut (JKI) koordiniert wird, beteiligen sich neun Länder aus allen Teilen Europas. Bei der vom 2. - 4. März 2009 am JKI-Stammsitz in Quedlinburg stattfindenden zweiten Projekttagung werden erste Ergebnisse und das weitere Vorgehen diskutiert.

In Genbanken lagern viele alte und neuere Sorten des Kulturhafers sowie verschiedene Wildhaferarten. "Sie sind unsere Schatzkiste, wenn es gilt, durch Züchtung die Anbau- und Qualitätseigenschaften moderner Hafersorten zu verbessern", so Dr. Christoph Germeier vom Julius Kühn-Institut. Allerdings sind die Qualitätseigenschaften der Sorten meist nicht bekannt. Das AVEQ-Projekt soll Licht ins Dunkel bringen. Es wird von der Europäischen Union, den Firmen Kölln Flocken (Deutschland), Emco, spol. s r.o. (Tschechische Republik) sowie von der Gemeinschaft zur Förderung der privaten deutschen Pflanzenzüchtung e. V. (GFP) gefördert. In den neun beteiligten Ländern Europas werden 600 Haferformen (Wildformen, Landsorten, alte und moderne Zuchtsorten) angebaut und auf ihre Qualitätsmerkmale analysiert. Dabei wird auch untersucht, wie stark die einzelnen Formen mit Schimmelpilzen (Fusarien) oder Mykotoxinen verunreinigt sind. Alle Ergebnisse des Projekts fließen in eine bereits etablierte europäische Haferdatenbank ein. "Wir am JKI, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, betreuen die Haferdatenbank. Mit den Daten des Projektes wird diese erheblich vergrößert. Sämtliche derzeitigen und zukünftigen Daten stehen Züchtern, aber auch der interessierten Öffentlichkeit online zur Verfügung", so der JKI-Forscher.

Weitere Informationen:

Informationen zur Tagung
Hafer-Datenbank
Projekt AVEQ "Avena genetic resources for quality in human consumption"

Wissenschaftlicher Ansprechpartner:
Dr. Christoph Germeier
Institut für Züchtungsforschung and landwirtschaftlichen Kulturen des JKI
Erwin-Baur-Str. 27, 06484 Quedlinburg
Tel.: 03946-47-702
christoph.germeier@jki.bund.de


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