Indien: Umdenken beginnt – Energiesparen als Profitfaktor
Einige indische Unternehmen haben Energieeffizienz als einen Profitfaktor für sich entdeckt. Für die Industrie ist Sparsamkeit inzwischen sogar Gesetz. Energiesparende Technologie ist vorhanden, oftmals ist noch das Beharren auf Gewohnheiten der Grund für Verschwendung.
Quelle: UmweltDialog
Das rasante Wirtschaftswachstum in Indien erfordert immer mehr Energie. In den
nächsten 25 Jahren wird das Land seinen Kohleverbrauch vervierfachen. Trotzdem
kann Indien die Nachfrage nicht decken. Gleichzeitig mehren sich die Forderungen
an das Schwellenland, etwas gegen die wachsenden Kohlendioxid-Emissionen zu
unternehmen. Gegen dieses Dilemma hilft nur, das Wachstum vom Energieverbrauch
abzukoppeln.
Ein wichtiger Schritt dahin ist das Energiespargesetz, an
dem auch GTZ-Experten des Energieprogramms im Auftrag des
Bundesentwicklungsministeriums mitgewirkt haben. Das Gesetz verpflichtet die
5.000 größten Energieverbraucher des Landes, darunter die staatliche Eisenbahn
sowie Hersteller von Zement, Stahl, Strom oder Düngemittel, zu erheblichen
Einsparungen.
Ein großer Zementhersteller hat in eine
energieeffiziente Produktionsanlage investiert und spart pro Jahr eine halbe
Million Euro an Energiekosten. Dieses Beispiel soll auch andere
Industriebetriebe überzeugen, veraltete und verschwenderische Anlagen
aufzugeben.
Zu den Aktivitäten des Energieprogramms gehört es unter
anderem, Energiemanager auszubilden. Dieser neue Beruf genießt eine hohe
Anerkennung. Die mittlerweile über 11.000 Absolventen finden alle einen
Arbeitsplatz in Industrieunternehmen, die ihren Umgang mit Energie zunehmend
hinterfragen.