23.06.2009

Rohstoffe intelligenter und effizienter nutzen

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Verbundprojekt "Aufbaukörnung" unter Leitung der Bauhaus-Universität Weimar mit 1,5 Millionen Euro

Quelle: (idw) Bauhaus-Universität Weimar
Die Teilnehmer des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts "Aufbaukörnungen - Steigerung der Ressourceneffizienz im Bauwesen durch die Entwicklung innovativer Technologien für die Herstellung hochwertiger Aufbaukörnungen aus sekundären Rohstoffen auf der Basis von heterogenen Bau- und Abbruchabfällen" treffen sich erstmals am 23. Juni 2009 und markieren damit den offiziellen Start des Forschungsvorhabens. Insgesamt sind an dem für die Dauer von zunächst drei Jahren geförderten Projekt sechs Unternehmen, zwei Hochschulen und drei Forschungseinrichtungen beteiligt. Koordiniert wird das Vorhaben von Prof. Dr.-Ing. habil. Anette Müller, Professur Aufbereitung von Baustoffen und Wiederverwertung an der Fakultät Bauingenieurwesen der Bauhaus-Universität Weimar.

Das BMBF fördert das Projekt innerhalb des Förderschwerpunkts "Innovative Technologien für Ressourceneffizienz - Rohstoffintensive Produktionsprozesse", dessen Ziel es ist, Rohstoffe intelligenter und effizienter zu nutzen, um den Industriestandort Deutschland zu sichern. Das Förderprojekt "Aufbaukörnung" greift diesen Gedanken auf, indem es sich zum Forschungsgegenstand gemacht hat, eine innovative Recyclingtechnologie zu entwickeln, mit der hochwertige Produkte aus heterogenen, feinkörnigen mineralischen Bauabfällen hergestellt werden können. Das erzeugte Produkt ist eine hochwertige Aufbaukörnung, welches als leichte Gesteinskörnung mit wärme- und schalldämmenden Eigenschaften im Beton und zusätzlich in anderen Anwendungsfeldern - auch über den Bausektor hinaus - eingesetzt werden kann.

Durch die Technologie- und Produktentwicklung können der Anteil der Recycling-Baustoffe an der Betonproduktion deutlich erhöht und dadurch zusätzliche Absatzmärkte für die Recyclingbranche erschlossen werden. Weiterhin wächst die Ressourcenproduktivität der Baubranche, weil ein wiederholter Einsatz der in den Bauprodukten enthaltenen Rohstoffen ohne Niveauverlust möglich wird. Ferner eröffnet die im Rahmen dieses Projektes entwickelte Technologie Exportchancen für den Anlagenbau, da feinkörnige mineralische Bauabfälle nicht nur in Deutschland eine Herausforderung für die Recyclingbranche darstellen.

Bei der am 23. Juni stattfindenden Kick-Off-Konferenz soll in erster Linie die Vernetzung der beteiligten Partner gefördert werden, um so den fachlichen Austausch zu intensivieren. Dafür stellt sich das sogenannte Integrations- und Transferprojekt vor, dessen Ziel die Stärkung der Innovationskraft durch die Vernetzung der geförderten Verbundprojekte ist. Hierzu zählen komplementäre Förderansätze für Umwelttechnologien, aber auch Initiativen zur Steigerung der Marktdurchdringung ressourceneffizienter Technologien sowie Aktivitäten im Ausland. Durch Informationstransfer, die Bearbeitung branchen- und technologieübergreifender Fragen und die Bereitstellung zusätzlicher Forschungsleistungen erhöht das Projekt den Nutzen, den die Einzelverbünde aus ihren Forschungsarbeiten ziehen können.

Weitere Informationen:

Kontakt:
Prof. Dr.-Ing. habil. Anette Müller
Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Bauingenieurwesen
Professur Aufbereitung von Baustoffen und Wiederverwertung
Tel.: +49 3643 58 4606
E-Mail: anette-m.mueller@uni-weimar.de

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