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20.07.2009

Hose, Hemd & Co. bei EcoTopTen: umweltfreundlich, schadstoffgeprüft und fair produziert

Aktuelle Marktübersicht zum Textilsortiment listet mehr Anbieter auf als bisher / Auch Herrenkleidung zunehmend dabei

Quelle: (idw) Öko-Institut e. V. - Institut für angewandte Ökologie
Wer sich jetzt zur Sommerzeit mit einer kurzen Hose oder einem Rock eindeckt, schaut in der Regel, ob das Kleidungsstück modisch ist und gut passt. Wenn dann auch noch der Preis stimmt, wandert die Ware über den Ladentisch. Ob die neue Baumwollkleidung problematische Stoffe enthält und unter welchen Bedingungen sie gefertigt wurde, weiß der Kunde in der Regel nicht. Immerhin wird Baumwolle - konventionell angebaut - stark mit Pestiziden behandelt und das hat schwere Folgen für Menschen und Umwelt. Doch es gibt Alternativen: fair produzierte und schadstoffgeprüfte Kleidung aus Biobaumwolle. Welche Unternehmen solche Textilien nicht nur als Einzelstücke, sondern en Gros anbieten, erfahren VerbraucherInnen ab sofort aus der aktualisierten EcoTopTen-Marktübersicht.

Die Übersicht zum Textilsortiment finden Sie hier: http://www.ecotopten.de/prod_kleidung_prod.php

Erfreulich dabei: "Die Zahl der Anbieter von umweltfreundlichen Textilien hat in den vergangenen Jahren zugenommen", berichtet Dr. Jenny Teufel vom Öko-Institut. So listet die EcoTopTen-Marktübersicht jetzt 30 Unternehmen auf, die Kleidung aus Biorohstoffen anbieten, die zum Großteil auch fair produziert ist. "Hinzu kommt, dass vermehrt auch Hosen, Hemden & Co aus Bio-Schurwolle, Bio-Leinen und Bio-Seide auf dem Markt sind", sagt die Wissenschaftlerin.

Beim kontrolliert biologischen Anbau von Baumwolle wird vollständig auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln verzichtet. Das schont die Gesundheit der Menschen, die auf den Plantagen arbeiten. Zudem gelangen keine Pestizide in die Umwelt. Schadstoffgeprüfte Textilien enthalten keine problematischen Stoffe in der Kleidung und bei fair produzierter Kleidung ist die Einhaltung sozialer Mindeststandards für die Arbeiterinnen und Arbeiter garantiert. Bei EcoTopTen erfahren die VerbraucherInnen in ausführlichen Unternehmensprofilen Näheres über die Anbieter, ihr Sortiment, die Produktionsbedingungen und das Gütezeichen, mit dem die Kleidung gekennzeichnet ist.

Ebenfalls positiv: Die Unternehmen verkaufen nicht nur ein immer größeres Angebot an Damenkleidung, es sind auch verstärkt ökologisch und fair produzierte Kleidungsstücke für Herren auf dem Markt. Das Öko-Institut hat zudem beobachtet, dass umweltfreundliche Textilien mittlerweile auch bei ansonsten konventionell produzierenden Firmen zum Angebot gehören.

Trotzdem kämpfen ökologisch und fair produzierte Hemden, Hosen oder Röcke immer noch mit dem Image, altmodisch oder langweilig zu sein. "Das trifft heutzutage aber keineswegs mehr zu. Kleidung aus Bio-Materialien ist modisch und schick", sagt Dr. Jenny Teufel. Weiterer Grund: Es gibt anders als beispielsweise bei Lebensmitteln bisher kein einheitliches Gütesiegel, sondern zahlreiche Textillabel, die in unterschiedlichem Umfang auf den Schadstoffgehalt, die Verwendung von Biobaumwolle oder die Einhaltung sozialer Kriterien eingehen. Das am weitesten verbreitete Textillabel, der Öko-Tex Standard 100, garantiert zum Beispiel, dass das fertige Kleidungsstück schadstoffgeprüft ist. Was vielen Verbrauchern nicht bewusst ist: Es sagt nichts darüber aus, wie ökologisch oder fair es produziert wurde. Einen Überblick über hilfreiche Siegel finden Sie hier: http://www.ecotopten.de/prod_kleidung_faq.php#frage7

EcoTopTen ist eine groß angelegte Kampagne für nachhaltigen Konsum und Produktinnovationen im Massenmarkt, die das Öko-Institut initiiert hat. In regelmäßigen Abständen empfehlen die WissenschaftlerInnen eine Auswahl an hochwertigen, so genannten EcoTopTen-Produkten, die ein angemessenes Preis-Leistungsverhältnis haben und aus Umweltsicht allesamt Spitzenprodukte sind. Typische Produkte, die die EcoTopTen-Kriterien nicht erfüllen, werden zum Vergleich vorgestellt. Damit können EcoTopTen-Marktübersichten die Kaufentscheidung für rundum gute Produkte erleichtern. Sie finden sie im Internet auf http://www.ecotopten.de unter der Rubrik "Produktempfehlungen". Bis Ende 2010 folgen insgesamt 20 aktuelle Marktübersichten, die nächste zu Geschirrspülmaschinen.

Das EcoTopTen-Forschungsprojekt wurde bis März 2007 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert, die EcoTopTen-Kampagne vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und der Stiftung Zukunftserbe. Seit Oktober 2007 wird EcoTopTen von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt im Rahmen des Kampagnenbündnisses energieeffizienz - jetzt! gefördert. Medienpartner ist das Monatsmagazin "natur&kosmos". Wollen Sie regelmäßig über EcoTopTen informiert werden? Abonnieren Sie den EcoTopTen-Newsletter und senden Sie eine E-Mail an anmeldung@ecotopten.de.

Weitere Informationen:

Dr. Jennifer Teufel
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
Institutsbereich Produkte & Stoffströme
Telefon 0761/452 95-52
E-Mail: j.teufel(at)oeko.de

Projektleiterin Dr. Dietlinde Quack
Öko-Institut e.V., Geschäftsstelle Freiburg
Institutsbereich Produkte & Stoffströme
Telefon 0761/452 95-48
E-Mail: d.quack(at)oeko.de

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