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02.09.2009

Wegweiser für Energieforschungspolitik

Energieforscher der Helmholtz-Gemeinschaft haben im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie Leitlinien für eine wirkungsvolle Energieforschungspolitik skizziert und Empfehlungen zur Stromversorgung, Wärme- und Kälteversorgung sowie zur Mobilität der Zukunft ausgearbeitet. Heute übergeben der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Jürgen Mlynek, und der Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft für den Forschungsbereich der Energie, Prof. Dr. Eberhard Umbach, die Broschüre an den Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums Jochen Homann und stellen die Eckpunkte vor.

Quelle: (idw) Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren
"Die Energieversorgung der Zukunft ist nicht gesichert, insbesondere dann nicht, wenn wir den Klimawandel bremsen wollen. Der Umbau der Energieversorgung und die Entwicklung alternativer Treibstoffe sind äußerst schwierige Aufgaben, die strategische und konzertierte Anstrengungen auf vielen Ebenen erfordern. Die Forschungspolitik kann die Rahmenbedingungen für die Energieforschung weiter verbessern, damit wir schnellere Fortschritte erreichen, auch in der Umsetzung neuer Technologieansätze", sagt Professor Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist nicht nur Deutschlands größte Forschungsorganisation, sondern leistet auch mehr als die Hälfte der mit öffentlichen Geldern geförderten Energieforschung. "Wir empfehlen, mit langem Atem alle technologisch sinnvollen Optionen weiter zu entwickeln, damit wir für die Zukunft gewappnet sind", sagt Professor Dr. Eberhard Umbach, Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft für den Forschungsbereich Energie und Vorstand des Forschungszentrums Karlsruhe, der das Papier federführend erarbeitet hat. Dabei müsse man mehrgleisig fahren und sowohl die verschiedenen Ansätze für Erneuerbare Energien wie beispielsweise preiswertere Photovoltaikzellen, solarthermische Kraftwerke und neue Verwertungsverfahren für Biomasse vorantreiben, als auch neue Konzepte zur Energienutzung und Einsparung entwickeln, aber auch die Kernkraft sicherer machen und die langfristig viel versprechende Kernfusion fördern. Damit Sonne und Wind einen wachsenden Beitrag leisten und wir auch in Zukunft noch Auto fahren können, müssen neue Netzkonzepte ("smart grids") und Energiespeicher entwickelt werden. "Alle Ansätze, die die Effizienz bei Umwandlung, Transport oder Nutzung steigern und dabei Ressourcen und Klima schonen, sollten nachdrücklich weiterentwickelt werden, dabei muss Freiraum für kreative Ideen bleiben, ohne die Umsetzung aus den Augen zu verlieren", so Umbach.


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