80 Prozent aller Hersteller von Solarmodulen lassen ihre Produkte bei TÜV Rheinland insbesondere auf Sicherheit und Qualität prüfen. Weltweit gehören rund 500 Hersteller von Photovoltaik-Modulen zu den Kunden des internationalen Prüfdienstleisters, davon aktuell etwa ein Drittel aus China. Von den rund 5.000 Produkten, die von TÜV Rheinland im Hinblick auf die Bauartzulassung geprüft wurden, war in der Vergangenheit jedes Dritte bei der Prüfung fehlerhaft. Bei der Fehlerquote lassen sich keine großen Unterschiede zwischen Herstellern verschiedener Länder feststellen. Fehler treten insbesondere bei den Belastungstests in der Klimakammer (Temperaturschwankungen -40 bis +85 Grad Celsius) und den "Tropentests" mit hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit auf. Aber auch bereits die Hürde der Eingangsleistungsmessung können zahlreiche Module nicht überspringen. Um das TÜV Rheinland-Siegel zu erhalten, muss dann nachgebessert werden.
Um umfassenden Service in der weiter wachsenden Branche auch künftig bieten zu können, hat TÜV Rheinland seine Prüfkapazitäten seit 2008 um fünf neue Labore erweitert. 2010 errichtet der Prüfdienstleister in Indien ein weiteres Laborzentrum für die Kontrolle von Solarmodulen. Das neue Labor in Bangelore wird mit einer Fläche von 1.500 Quadratmetern und fünf Klimakammern sowie zwei Sonnensimulatoren zum größten seiner Art in Indien. Die Eröffnung ist für Juli 2010 geplant. Damit ist TÜV Rheinland in nahezu allen wichtigen produzierenden Ländern mit eigenen Prüflaboren präsent: China, Deutschland, Japan, Taiwan, USA und Indien.
TÜV Rheinland investiert nicht nur in Prüfkapazitäten, sondern entwickelt zudem das Dienstleistungsspektrum kontinuierlich weiter - vor dem Hintergrund der technologischen und der Marktentwicklung. Beispiele hierfür sind die Ammoniakbeständigkeit von Photovoltaikmodulen, unabhängige Leistungsmessungen sowie die Absicherung der Rendite bei Investitionen in größere Anlagen. „Investoren selbst, aber auch Banken und Versicherungen streben hier nach eindeutigen und nachvollziehbaren Faktoren, die ihre Geldanlage verlässlich machen und etwaige Risiken minimieren helfen", so Wilhelm Vaaßen, Leiter des Solarprüfzentrums von TÜV Rheinland in Köln.
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http://www.tuv.com/de/news_hannovermesse_2010.html?lan=1
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