Deutschland bewirbt sich mit Bonn um den Sitz des IPBES-Sekretariats und hält mit seinen zahlreichen Forschungseinrichtungen ein großes Potenzial an fachspezifischer Expertise bereit. Wie eine effektive Einbindung von Wissenschaftlern in den IPBES-Prozess funktionieren könnte, wie effektive Strukturen aussehen und welche Akteure vertreten sein sollten, diskutierten rund 90 Teilnehmer, die der Einladung zum Workshop zur Einbindung deutscher Expertise in IPBES gefolgt waren.
An zwei Tagen konnten sich Interessierte über den bisherigen Werdegang von IPBES, die besonderen Herausforderungen bei der Organisation eines solchen Gremiums, die Vorstellungen verschiedener Forschungsorganisationen für eine Einbindung sowie die Erwartungen der Politik und Umweltverbände informieren. In Arbeitsgruppen wurden dann wichtige Aspekte für das Gelingen von IPBES als einflussreichem „Weltbiodiversitätsrat“ diskutiert und zusammengefasst.
Wesentliche Aspekte sehen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihrem Abschlussdokument darin, dass die Funktion von IPBES beschreibend aber nicht vorschreibend sein solle, also Szenarien zu Handlungen und Folgen aufgezeigt, jedoch keine Bewertung vorgenommen werden solle. Das vorhandene Wissen aus den verschiedenen Forschungsdisziplinen müsse zudem besser vernetzt und weiter gefördert werden, dürfe sich jedoch nicht nur auf Forschungsergebnisse beschränken. Vielmehr müsste auch Wissen aus der Anwendung sowie indigenes und traditionelles Wissen einbezogen und Akteure in Entwicklungsländern in ihrer Beteiligung unterstützt werden.
Das Programm des Workshops, das Abschlussdokument sowie die Stellungnahmen zahlreicher Forschungsverbünde zu IPBES (u.a. als Videomitschnitt) finden Sie im NeFo-Webportal http://www.biodiversity.de/.
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