01.07.2006
31.12.2015

23.03.2012

Erde unter Globalisierungsdruck: IAMO-Expertise bei Londoner Konferenz „Planet under Pressure“

Vom 26.-29. März 2012 lädt in London die Konferenz „Planet under Pressure“ Wissenschaftler, Politiker und Wirtschaftler zum interdisziplinären Austausch ein: Es gilt, nachhaltige ökologische Lösungen zu finden für die Herausforderungen der Globalisierung. IAMO-Wissenschaftlerin Insa Theesfeld ist aus Halle dabei.

Quelle: (idw) Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa
„Planet under Pressure“ ist eine Diskussions- und Netzwerkplattform für Sozial- und Naturwissenschaftler, Forscher, Wissensträger und Akteure sowie für Investoren und Wirtschaftler, die sich mit Folgen des globalen Wandels beschäftigen und gemeinsam neue Visionen entwickeln wollen.

Die Organisatoren von „Planet under Pressure“ dürfen in diesem Jahr mit inhaltlicher Unterstützung aus dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa (IAMO) rechnen. Agrarökonomin und IAMO-Wissenschaftlerin Insa Theesfeld richtet gemeinsam mit den Wissenschaftlern Christian Schleyer, Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW), und Andreas Thiel, Landwirtschaftliche-Gärtnerische Fakultät der Humboldt Universität Berlin, eine zweistündige Arbeitssitzung aus. Im Mittelpunkt steht das Thema Wassermanagement. Experten aus aller Welt diskutieren, ob die bisher umgesetzten, administrativen Reformen im Wassersektor dazu beigetragen haben, Probleme des weltweiten Wassermanagements zu lösen. Dazu gehören Punkte wie Wasserknappheit, ungerechte Ressourcenverteilung, Wasserübernutzung und -verschmutzung sowie fehlende Mitsprachemöglichkeiten für die Bürger.

Auch IAMO-Forschungsergebnisse fließen in die Sitzung mit ein. Sie entstanden im Zuge des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „Umsetzung des Integrierten Wasserressourcen-Managements (IWRM)“. Das BMBF fördert die Entwicklung integrierter Planungsinstrumente für eine nachhaltige Nutzung und die Anpassung nachhaltiger Wassertechnologien an verschiedene klimatische, ökonomische und soziale Verhältnisse.

IAMO und BBAW analysierten, inwiefern dem Wunsch nach mehr Partizipation der Öffentlichkeit innerhalb eines integrierten Wasserressourcen-Managements entsprochen werden kann. „Eine vertrauensvolle Behandlung und die reale Option auf eine Umsetzung der eingereichten Vorschläge sind die Basis für eine aktive, langfristig motivierte und erfolgreiche Partizipation“, so Theesfeld. Daraus ergibt sich aber, dass Entscheidungsgewalten in bürokratisch überschaubaren, regionalen oder engeren geografischen Grenzen liegen. Denn „ein integriertes Wassermanagement, das für geografische und grenzübergreifende Großräume wie Europa ausgerichtet ist, ist kaum in der Lage, im Sinne der jeweiligen lokalen Interessen zu handeln“, so Theesfeld. Ziel der Arbeitssitzung während der Konferenz „Planet under Pressure“ ist es deshalb, länderübergreifende Strukturen zu definieren, die übergeordnete Reformen zulassen. Die Arbeitsergebnisse werden in einem Abschlussbericht zusammengefasst werden.

Weitere Informationen:

http://www.planetunderpressure2012.net/index.asp

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