01.06.2012

Urban Gardening 2.0: Wie wird eigentlich Nachhaltigkeit erforscht?

Kampagnenstart im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2012 „Zukunftsprojekt Erde“

Quelle: Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V.
Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. und die Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) beschäftigen sich mit der Frage, wie Urban Farming – Konzepte gestaltet werden können, um ressourcenschonend zu den ökonomischen, kulturellen und sozialen Teilen von Nachhaltigkeit in Metropolen beizutragen. Gemeinsam mit Stadtgärtnern, Nachbarn, bürgerschaftlich engagierten Gärtnern, urbanen Farmern, Stadtplanern und kommunalen Verwaltungen wird die „Nachhaltigkeitsforschung“ greifbar gemacht – und schmackhaft am Beispiel der Möglichkeiten des städtischen Gärtnerns.

Im April startete die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kampagne des ZALF und der HUB „Urban Gardening 2.0“. Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2012 „Zukunftsprojekt Erde“ zeigen Wissenschaftler und aktive Stadtgärtner am Beispiel des Urban Farming, wie aktuell zur Nachhaltigkeit geforscht wird. „Forschen heißt Fragen. Und Forschen zur Nachhaltigkeit heißt, dass nicht nur Wissenschaftler die Fragen stellen, sondern auch diejenigen, die direkt beteiligt sind, mit ihren jeweils unterschiedlichen Interessen und Potenzialen.“, erklärt Projektleiter Dr. Armin Werner (ZALF). „Dieses Aushandeln ist das Besondere an der Nachhaltigkeitsforschung“.

Forschen zur Nachhaltigkeit ist deshalb auch Aktionsforschung: Die Kampagne lädt zum Mitmachen, Ausprobieren und Umsetzen ein. Und zwar am Beispiel der Lebensmittelproduktion in der Stadt. Bei Zwei-Topf-Tagen, im virtuellen Markt für freie Anbauflächen, auf Dachgärten oder Naschbalkonen kann jeder sich an der Aktion beteiligen. Projektkoordinatorin Dr. Andrea von Allwörden (HUB) hat für die deutschlandweite Kampagne spezielle Aktionen und Veranstaltungen in Berlin, Hamburg und Köln eingeplant: „Die Entwicklung ist offen: Forschen zur Nachhaltigkeit heißt eben auch, gemeinsam Sichten und Ansichten zu entwickeln.“

Für die Forscher von ZALF und HUB stehen die Fragen nach den Wirkungen und Effekten im Vordergrund: Wie nachhaltig kann die Urban Farming – Bewegung mit all ihren unterschiedlichen Facetten gestaltet werden? Wie vollzieht sich die Integration neuer Optionen, neuer Bildungs- und Gestaltungswege aber auch neuer technischer Lösungen zu einem „Urban Farming 2.0“?

Weitere Informationen:

http://www.zalf.de/

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