29.06.2012

DSMZ zeigt Forschung auf der MS Wissenschaft

Mit den Biodiversitäts-Exploratorien Artenvielfalt erleben und verstehen

Quelle: (idw) Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

In diesem Jahr geht vom 6.- 8. Juli das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Hafen Braunschweig-Veltenhof vor Anker. Thema der Ausstellung: Forschung für nachhaltige Entwicklung – die Stadt von morgen. Die DSMZ ist als Kooperationspartner beteiligt am Verbundprojekt „Biodiversitäts-Exploratorien“, das in der Ausstellung spielerisch einen Eindruck der Artenvielfalt in Modell-Ökosystemen vermittelt und zeigt, wie sich menschliche Eingriffe auf die Natur auswirken können.

Welche Rolle spielt ein Bodenbakterium für einen nährstoffreichen Boden in der Landwirtschaft oder ein Buchenprachtkäfer für die Forstwirtschaft? Die Biodiversitäts-Exploratorien auf der MS Wissenschaft beschäftigen sich mit dem Thema Artenvielfalt für die Zukunft. Wie beeinflussen Eingriffe in den Artenreichtum von Wäldern, Wiesen und Weiden unsere natürlichen Lebensgrundlagen?
Die „Biodiversitäts-Exploratorien“ wurden 2006 ins Leben gerufen und bilden drei Modellregionen ab: das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin (Brandenburg), den Nationalpark Hainich und das Biosphärengebiet Schwäbische Alb (Baden-Württemberg). Bei dem größten Projekt dieser Art arbeiten über 30 Forschungseinrichtungen aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden und mehr als 330 Wissenschaftler zusammen. Die Arbeit und die ersten Ergebnisse aus diesem einzigartigen, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Verbundprojekt werden in der Ausstellung auf der MS Wissenschaft vorgestellt.

Mit dabei ist auch das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH aus Braunschweig. Die Wissenschaftler der DSMZ haben sich dabei das Ökosystem Boden und seine mikrobiellen Bewohner genauer angeschaut. Sie untersuchen in diesem Zusammenhang die Rolle von Acidobacteria, sehr verbreiteten aber noch wenig untersuchten Bodenbakterien in den drei Exploratorien. Ihre Artenvielfalt und ihre weite Verbreitung im Boden deuten auf eine wichtige Rolle bei biogeochemischen Prozessen und eine hohe Stoffwechselvielseitigkeit dieser Bakterien hin.

Was gibt es zu sehen?
In den Exploratorien auf der MS Wissenschaft wird Kindern ab zehn Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen ein Eindruck davon vermittelt, wie die Wissenschaftler arbeiten. Sie lernen die Schönheit der Landschaften kennen, die sie erforschen. Die „Daten-Bank“ gibt einen Einblick in die ersten Ergebnisse der Feld- und Laborarbeit, bei der jeden Tag rund 30 000 Datenbankeinträge hinzukommen. Im Experimentierfeld kann man selbst in die Grundlagenforschung einsteigen und Bodenproben unter die Lupe nehmen oder entdecken, wie vielfältig das Leben in „Totholz“ sein kann!

Weitere Information und Bilder zur Ausstellung erhalten Sie hier: http://www.dsmz.de/home/details/entry/dsmz-zeigt-forschung.html





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