Besser zu Fuß unterwegs in Stuttgart

Der Fußverkehr wird in Bezug auf seine ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Wirkungen auf das Leben in der Stadt unterschätzt. Die Bedeutung des Fußverkehrs und seine Wirkungen auf die Lebensqualität in der Stadt sollen im Projekt herausgearbeitet, verdeutlicht und mit Maßnahmen unterlegt werden.
Mediatheksbild - mit dem Titel Abschlussveranstaltung der ZukunftsWerkStadt (Stadt Stuttgart)
Der Schlossplatz in Stuttgart – Ein Paradies für Fußgänger
Foto: Stadt Stuttgart

Das Gehen ist die erste und natürlichste Form der Bewegung. Zu Fuß gehen ist gesund, umweltfreundlich, preiswert, stärkt die lokale Wirtschaft und ermöglicht eine besondere Nutzung und Wahrnehmung des öffentlichen Raums. Der Fußverkehr wird in Bezug auf seine ökologischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Wirkungen auf das Leben in der Stadt unterschätzt.

Seit Jahren liegt der Schwerpunkt von Politik und Verwaltung auf dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Reduktion von Schadstoffen durch technische Maßnahmen. Im Bereich des nicht-motorisierten Verkehrs gibt es eine starke Konzentration auf den Radverkehr. Die Bedeutung des Fußverkehrs und seine Wirkungen auf die Lebensqualität in der Stadt sollen im Projekt herausgearbeitet, verdeutlicht und mit Maßnahmen unterlegt werden. Ziele des Vorhabens sind:
  • Bessere Verankerung des Themas Fußverkehr in Politik und Verwaltung
  • Bessere Bedingungen für die Menschen, die sich in der Stadt zu Fuß bewegen oder dort verweilen
  • Bessere Lebensqualität in der Stadt durch eine nachhaltige Mobilität

Die städtebaulichen Qualitäten einer Stadt sind am intensivsten als Fußgänger erlebbar. Bei dieser Fortbewegungsart besteht die Möglichkeit, das Umfeld wahrzunehmen. Fußgängerverkehr und Stadtkultur stehen eng miteinander in Verbindung. Das Projekt liefert somit einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen, d.h. umweltfreundlichen, sozial gerechten und wirtschaftsfördernden Mobilität.

Die Bürger werden in allen Phasen der einzelnen Maßnahmen beteiligt. Um diese Ziele zu erreichen, sollen unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger die folgenden Maßnahmen ergriffen werden:

  • Schaffung besserer Datengrundlagen für das Gehen und Verweilen in der Stadt durch ein Konzept für innovative Formen des Beobachten, Zählens und Bewertens
  • Konzeption Fußwegenetz Innenstadt
  • Durchführung der Aktion „Making Walking Count“
  • Durchführung der Aktion „Walking Audit“ in drei Stadtbezirken
  • Durchführung eines „Fußgängeraktionstags 2012“ und eines „Fußgängeraktionstags 2013“
  • Formulierung eines klaren politischen Bekenntnisses zur Bedeutung des Fußverkehrs in Form eines Grundsatzbeschlusses des Gemeinderats
  • Schaffung eines regelmäßig tagenden „Stuttgarter Fußgängerforums“ mit Vertretern aus Politik, Bürgerschaft, Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden