01.09.2012

Wirtschaftliche Technik, weniger CO2: Vom Laborprojekt zur Chlor-Großanlage

Wirtschaftliche Technik, weniger CO<sub>2</sub>: Vom Laborprojekt zur Chlor-Großanlage  - Teaserfoto
Bayer Material Science
Die Pilot-Großanlage produziert 20.000 Tonnen Chlor pro Jahr. Michael Kesselheim kontrolliert die Anlage.


Green Economy funktioniert. Es gibt viele Forschungsprojekte, die zum Erfolg geführt haben. Sie münden in neue Technologien und Produkte. Im Rahmen der Fördermaßnahme klimazwei fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Projekt zur Weiterentwicklung der Sauerstoffverzehrkathode für eine energieeffizientere Chlorproduktion.

Idee: Reduzierung der eingesetzten Energie bei der Chlor-Alkali-Elektrolyse; Laborprojekt, basierend auf dem Know-how von 12 Partnern aus Universitäten und aus der Industrie, mit dem Ziel der Umsetzung in einer Pilotanlage.
Relevanz: Rund 70 Prozent aller Chemieprodukte werden direkt oder indirekt mit Chlor und/oder Natronlauge hergestellt.
Stand:
Pilotanlage von Bayer MaterialScience in Uerdingen seit Sommer 2011 in Betrieb, Jahreskapazität 20.000 Tonnen Chlor. Testbetrieb bis 2013, dann Entscheidung über internationale Vermarktung der Technik und Ausweitung der neuen Technik in der Bayer-Chlorproduktion.
Potenzial: Mindestens 30 Prozent Energieeinsparung, Vermeidung von 2,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr in Deutschland (Gesamtausstoß ca. 819 Mio. Tonnen Kohlendioxid), weltweit ca. 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr.
Förderung: 2006-2012, 10,2 Millionen Euro.

Ansprechpartnerin bei Bayer MaterialScience:
Dr. Ute Müller-Eisen
Tel.: 0214/30-57814
Link:www.bayer.de/de/chlorproduktion.aspx

Dieses Projekt wird im Rahmen des Förderschwerpunktes klimazwei unterstützt
Der Förderschwerpunkt "klimazwei – Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen“ des Bundesministeriumes für Bildung und Forschung (BMBF) fördert zwischen 2006 und 2012 rund 40 Projekte zum globalen Wandel, viele davon Joint Ventures von Universitäten und Unternehmen. Alle drehten sich um die Verringerung von Treibhausgasemissionen und/oder die Anpassung an die künftigen Klimaveränderungen: Zum Beispiel innovative Gewächshäuser, Biogasanlagen, Windantrieb für Hochseefrachter oder sparsame Straßenbahnen in Heidelberg.

Medien

    Perspektive Erde - Green Economy
    Grafikreihe: Perspektive Erde - Green Economy

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Publikationen

  • Perspektive Erde - Green Economy

    Perspektive Erde - Green Economy
    Forschung für die Märkte der Zukunft

    VDI TZ / PT DLR, 8 Seiten
    Download (3,46 MB)
    (URL: http://www.fona.de/mediathek/pdf/PE_III_GE.pdf)



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