Ressourcen: Forschung für mehr Effizienz

Schon heute werden weltweit mehr Ressourcen verbraucht, als die Erde zur Verfügung stellen kann. Wie können wir sicherstellen, dass unsere Kinder und Enkel ausreichend Nahrung, Wasser und Rohstoffe zur Verfügung haben? Forschung und Entwicklung können die notwendigen Innovationen liefern, damit wir mit knapper werdenden Ressourcen nachhaltig umgehen. Das Bundesministerium unterstützt die Forschung zur effizienteren Nutzung von Land, Wasser und anderen Ressourcen mit zahlreichen Programmen. 
Mediatheksbild - mit dem Titel Umwelttechnologietransfer (istockphoto)
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Wie werden die Menschen in Deutschland auch in Zukunft ihre hohe Lebensqualität halten können? Und wie können deutsche Unternehmen unter den Bedingungen globalisierter Waren- und Finanzströme konkurrenzfähig bleiben? Die Suche nach Antworten auf diese Fragen ist nicht auf einzelne Forschungsbereiche beschränkt. Für eine international wettbewerbsfähige und gleichzeitig umweltfreundliche Wirtschaft müssen der Verbrauch von Landfläche und Rohstoffen ebenso berücksichtigt werden, wie der Schutz des Grundwassers oder die Energiewende. Für eine „Green Economy“ müssen Forscher aus vielen Bereichen ihr Wissen zusammentragen und interdisziplinär arbeiten. Nur so können aus Ergebnissen von Forschung und Entwicklung im Labor auch neue Produkte und Dienstleistungen entstehen. Eine nachhaltige Entwicklung sichert die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen und ist gleichzeitig ein Wettbewerbsvorteil für deutsche Unternehmen. Von der Forschung für eine nachhaltige Entwicklung profitieren alle Menschen, in Deutschland, Europa und in aller Welt.

Rohstoffe effizienter nutzen

Um weltweit immer knapper und teurer werdende Rohstoffe auch in Zukunft zur Verfügung zu haben, sind neue Forschungsansätze und Technologieentwicklungen nötig. Wichtig dabei ist, Rohstoffe effizienter zu nutzen: Denn Wirtschaftswachstum muss nicht gleich ein erhöhter Rohstoffverbrauch bedeuten, der zu Lasten der Umwelt geht. Um Deutschland auch in Zukunft erfolgreich als Wirtschaftsstandort zu sichern, werden im „Forschungs- und Entwicklungsprogramm des Bundesforschungsministerium für neue Rohstofftechnologien "Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland“ neue Technologien zur Rohstoffgewinnung und -verarbeitung sowie entsprechende Anwendungsmöglichkeiten untersucht. Die Bundesregierung setzt sich außerdem mit der „Rohstoffstrategie“ und dem „Deutschen Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess)“ für eine effizientere Nutzung von Rohstoffen ein. Die Rohstoffforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung verfolgt dazu folgende strategische Ansätze: Rohstoffproduktivität steigern, Rohstoffbasis sichern und verbreitern, zum Beispiel durch den Ersatz von Erdöl, kleine und mittlere Unternehmen fördern, die Umsetzung beschleunigen sowie international zusammenarbeiten.

Wasserqualität sichern

Wasser ist Grundlage allen Lebens. Deshalb fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Entwicklung neuer Ansätze und Technologien, um die Versorgung mit sauberem Wasser und die Reinigung des Abwassers sicherzustellen. Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Dürreperioden führen in vielen Gebieten der Welt zu Wassermangel. Durch den zunehmenden Wegzug aus ländlichen Regionen und die wachsende Stadtbevölkerung müssen die Trinkwasserversorgung und die Kanalisation angepasst werden. Außerdem gelangen eine Vielzahl von Stoffen durch den menschlichen Gebrauch in die Gewässer – wie zum Beispiel Spuren von Medikamenten oder Kosmetika.

Deshalb werden im Förderschwerpunkt „Nachhaltiges Wassermanagement“ Forschungsprojekte in Deutschland wie auch im Ausland unterstützt, um Strategien für einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser zu entwickeln. Dabei arbeiten Experten vieler Fachrichtungen zusammen, um alle Aspekte der Wasserforschung zu berücksichtigen. Auch hier ist die Zusammenarbeit zwischen Forschern und Partnern aus der Praxis entscheidend, damit Forschungsergebnisse am Ende den betroffenen Menschen vor Ort helfen.

Landnutzung nachhaltiger gestalten

Für ein nachhaltiges Landmanagement sind aufgrund der komplexen Wechselwirkung verschiedener Bereiche inter- und transdisziplinäre Forschungsansätze unerlässlich. In Deutschland stehen der Flächenverbrauch oder die Interessenkonflikte um die unterschiedliche Nutzung von Land im Mittelpunkt. Auch der demographische Wandel oder strukturelle Veränderungen im Bereich von Wirtschaft und Gesellschaft führen langfristig zu einer veränderten, auch intensivierten Nutzung von Land. Neue Wege für eine nachhaltige Entwicklung sind deshalb gefragt. Künftige Forschungsansätze müssen sich auf regionale Wertschöpfungsketten, das integrierte Management von Flächen, Energie- und Stoffströmen unter sich ändernden Rahmenbedingungen konzentrieren und künftige Entwicklungstendenzen berücksichtigen. Die Beziehungen zwischen Stadt und Land sowie die Wechselwirkungen zwischen Landmanagement, regionaler Ökonomie, Energieerzeugung, Schutz des Klimas und der Umwelt sind dabei wichtige Aspekte. Forschungsprojekte müssen von Anfang an gemeinsam von Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung geplant und realisiert werden – nur so haben sie eine Chance, zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen. Beispiele für entsprechend Fördermaßnahmen sind „Transdisziplinäre Innovationsgruppen für ein Nachhaltiges Landmanagement“ und „Kommunen innovativ“.