Internationale Zusammenarbeit
Die Nachhaltigkeitsdiskussion ist von Beginn an international geprägt und erfordert zwangsläufig eine globale Sichtweise sowie international angelegte Aktivitäten und Lösungskonzepte. In vielen Bereichen, wie beispielsweise der Klimaforschung, sind daher internationale Aktivitäten erforderlich, wenn Maßnahmen Wirkung zeigen sollen.
Bereits auf der
Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 in Rio de Janeiro hat sich die internationale Staatengemeinschaft zum Leitbild einer Nachhaltigen Entwicklung bekannt, und sich mit der
Agenda 21 ein globales Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert gegeben.
Der
Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung im September 2002 in Johannesburg diente der Bilanzierung der bisherigen Aktivitäten und Stärkung des Nachhaltigkeitsgedankens. In Johannesburg hat die Bundesregierung zusammen mit den anderen Teilnehmerstaaten ein Aktionsprogramm ("Plan of Implementation") sowie eine politische Johannesburg-Erklärung der Staats- und Regierungschefs ("
The Johannesburg Declaration on Sustainable Development") verabschiedet. Diese Erklärung bekräftigt erneut die weltweite Bedeutung nachhaltiger Entwicklung insbesondere Armutsbekämpfung sowie Klima- und Ressourcenschutz.
Der Aktionsplan enthält bedeutende Zeitziele und fordert in mehreren Bereichen dazu auf, Umsetzungsprogramme auszuarbeiten. Ein wichtiges Ziel ist beispielsweise, den Anteil der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Wasser und einer sanitären Grundversorgung haben, bis zum Jahr 2015 weltweit zu halbieren. Weiterhin soll der Anteil erneuerbarer Energien am globalen Primärenergieverbrauch in allen Regionen deutlich erhöht werden.
Die Lösung dieser Probleme kann demzufolge zwar auf nationaler Ebene begonnen werden, sie kann dort aber nicht enden. Das BMBF-Rahmenprogramm „Forschung für die Nachhaltigkeit“ sieht daher folgenden Maßnahmen auf internationaler Ebene vor:
- Stärkung der multilateralen Zusammenarbeit
- Unterstützung außenpolitischer Verpflichtungen durch aktive Mitgestaltung internationaler Rahmenbedingungen, Programme und Initiativen,
- Unterstützung von Nachhaltigkeitsnetzwerken,
- Unterstützung von Wissenschaft und Wirtschaft bei der Anbahnung internationaler Partnerschaften sowie bei der Ausschöpfung internationaler Fördermöglichkeiten.
- Erschließung neuer Exportmöglichkeiten in Forschung (z. B. nachhaltige Technologien) und Bildung (z. B. Ausbildungsprogramme)
- Nutzung weltweiter Wissensquellen zur Steigerung der Innovationsfähigkeit der deutschen Wissenschaft und Wirtschaft,
- Marketing für den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland, der durch den traditionell hohen Stellenwert des Umweltschutzes in Bezug auf Nachhaltigkeit eine internationale Spitzenposition einnimmt.
Die wesentlichen Instrumente im internationalen Dialog zur Bildungs- und Forschungspolitik sind:
Gegenwärtig unterhält die Bundesrepublik Deutschland zu über 50 Staaten weltweit wissenschaftlich-technische Beziehungen. Partner sind sowohl Hochschulen als auch andere Forschungseinrichtungen und Unternehmen.
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(URL: http://www.fona.de/de/5704)
Die Bundesregierung bekennt sich nachdrücklich zur Übernahme globaler Verantwortung als unabdingbare Voraussetzung zur Umsetzung des Leitbildes der nachhaltigen Entwicklung. Auf dem G8-Gipfel (2007) in Heiligendamm wurde beschlossen mit aufstrebenden Schwellenländern (O5) einen vertieften Dialog und eine international abgestimmte Forschungsagenda über zentrale Themen wie z.B. soziale Gestaltung der Globalisierung, Innovationen, Energie- und Ressourceneffizienz, Klimaschutz zu führen. Der Dialog unterstützt die Umsetzung prioritärer Ziele der Internationalisierungsstrategie der Bundesregierung. Dazu soll Forschung und Entwicklung einen wesentlichen Beitrag leisten.
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(URL: http://www.fona.de/de/7522)
Die Bedeutung der multilateralen Zusammenarbeit bei der Unterstützung der Nachhaltigkeitsprinzipien ist in der Politischen Deklaration des Johannesburger Weltgipfels erneut bekräftigt worden. Bilaterale Partnerschaften sind ein wichtiger Schritt. In Zukunft werden jedoch mehr und mehr multilaterale Kooperationen folgen müssen.
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(URL: http://www.fona.de/de/5705)
fona - Forschung für Nachhaltigkeit