Ressource Wasser
Welche integrierten Planungsinstrumente, nachhaltigen Wassertechnologien und neuen Konzepte zum Hochwassermanagement sind für die Zukunft erforderlich?
Wasser ist eine wichtige Schlüsselsubstanz der belebten Natur. So weist der Mensch einen Wasseranteil von über 50 % auf. Wasser ist die Voraussetzung für jede menschliche Entwicklung und zudem der größte Stoffstrom in unserer Kultur. Sowohl die Sicherung der Ernährung – allein hierfür sind bis zu 1500 m³ Wasser pro Person und Jahr notwendig – als auch die industrielle Produktion hängt von der Wasserverfügbarkeit ab. Fehlende Abwasserbehandlung und fehlender Gewässerschutz führen in Entwicklungs- und Schwellenländern durch Erkrankung der Bevölkerung zu hohen volkswirtschaftlichen Kosten und verstärken dadurch die Armut. Täglich sterben 6000 Kinder an den Folgen von mangelhafter Wasserqualität und Hygiene. Jedes zweite Krankenbett ist von einem Patienten belegt, der an einer vermeidbaren wasserbedingten Krankheit leidet. Vor dem Hintergrund dieser globalen Probleme wurde auf der Konferenz von Rio de Janeiro 1992 die Verfügbarkeit von Wasser als eine Voraussetzung für eine dauerhafte Entwicklung betont. Die Bedeutung des Themas wurde auch auf dem Millenniumsgipfel der Vereinten Nationen im September 2000 bestätigt. In der abschließenden Deklaration verpflichteten sich alle Staats- und Regierungschefs, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sicherem Trinkwasser bis zum Jahr 2015 zu halbieren. In Johannesburg 2002 wurde diese Forderung erneuert und um den Bedarf nach hygienisch ausreichender Sanitärentsorgung erweitert.
Nachhaltigkeitsforschung entwickelt integrierte, vorausschauende Planungsinstrumente sowie nachhaltige Wassertechnologien mit stark internationaler Ausrichtung. Das Thema Hochwassermanagement bildet auf nationaler Ebene und bei der europäischen Zusammenarbeit einen Schwerpunkt.
FORSCHUNGSTHEMEN IN VORBEREITUNG
Planungsinstrumente
Ziel der Forschung sind Planungsinstrumente, mit deren Hilfe steigender Wasserbedarf so befriedigt werden kann, dass eine langfristige Sicherung der Ressource sichergestellt wird.
Wassertechnologien
Ziel der Forschung ist die Entwicklung und Analyse nachhaltiger Wassertechnologien, wie denzentrale Ver- und Entsorgungskonzepte, neue Methoden der Wassergewinnung und –aufbereitung, sowie deren Integration.
Flusseinzugsgebietsmanagement
Wie können die interdisziplinären Grundlagen für die Bewirtschaftung von Flussgebietseinheiten in Deutschland unter ökosystemaren und sozioökonomischen Aspekten erweitert werden?
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(URL: http://www.fona.de/de/5767)
GLOWA - Globaler Wandel des Wasserkreislaufs
Wie muss eine nachhaltige regionale Bewirtschaftung von Wassern und Gewässern zur Sicherstellung der Verfügbarkeit, Qualität und Verteilung der Ressource Wasser unter Berücksichtigung des globalen Wasserkreislaufs aussehen?
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(URL: http://www.fona.de/de/5768)
IWRM
Wie können nachhaltige Wassertechnologien an verschiedene klimatische, ökologische, ökonomische und soziale Verhältnisse angepasst werden? Wie können integrierte vorausschauende Planungsinstrumente für eine nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen entwickelt werden?
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(URL: http://www.fona.de/de/5961)
RIMAX
Wie sehen integrative Konzepte im Hochwassermanagement aus, die auf das jeweilige Risiko zugeschnitten, einen nachhaltigen Schutz bieten? Welche innovativen Verfahren erhöhen die Sicherheit technischer Hochwasserschutzanlagen und in welcher Form können die ...
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(URL: http://www.fona.de/de/5770)
Sickerwasserprognose
Wie kann die Grundwasserverträglichkeit schadstoffhaltiger Mineralien bereits vor der Entsorgung auf Deponien bewertet werden?
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(URL: http://www.fona.de/de/5771)
Wasserver- und Entsorgung
Welche Gesamtkonzepte nutzen Rahmenbedingungen wie die vor-Ort-Infrastruktur, Umweltgesetzgebung, Qualitätsanforderungen, Klimabedingungen und Ressourcensituation für eine kostengünstige und dezentrale Wasserver- und Entsorgung?
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(URL: http://www.fona.de/de/5772)
fona - Forschung für Nachhaltigkeit