Forschungszentrum Nachhaltigkeit (artec) der Universität Bremen

Enrique-Schmidt-Str. 7
28359 Bremen
Deutschland

phone iconTelefon 0421/218-4834/2435
Fax iconTelefax 0421/218-4449

URL http://www.artec.uni-bremen.de

Beschreibung

Das Forschungszentrum Nachhaltigkeit ist eine Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bremen. Es wurde 1989 zunächst als Forschungszentrum Arbeit und Technik (artec) gegründet und 1997 um die Umweltperspektive erweitert. 2003 erfolgte eine weitreichende inhaltlich-konzeptionelle Neuausrichtung als Forschungszentrum Nachhaltigkeit, seitdem arbeiten unterschiedliche Fachdisziplinen insbesondere aus den Sozialwissenschaften zu Nachhaltigkeitsthemen in Forschung und Lehre zusammen.

Die Schwerpunkte liegen im Bereich der
  • Wirtschaftswissenschaften (strategisches Ressourcenmanagement, Entscheidungsprozesse, Effizienz- und Nachhaltigkeitsrationalität)
  • Arbeitswissenschaften (Organisationslernen, Change-Management und internationale Regulierungen)
  • Umweltsoziologie (Umweltbewusstsein, Alltagshandeln, Lebensstile, Gender, Konfliktbewältigung zwischen Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft)
  • Innovations- und Technikforschung (Technikgenese, -folgen und –gestaltung). 

Quer zu den einzelnen Fachdisziplinen werden verschiedene konzeptionelle Zugänge zur Nachhaltigkeitsproblematik verfolgt: Die Akteurperspektive richtet sich auf die verschiedenen Bedürfnisse, Interessen und Entscheidungsprämissen individueller und institutioneller, lokaler, regionaler, nationaler und international operierender Akteure. Die Transformationsperspektive stellt die Realisierungsproblematik in den Vordergrund und fragt nach den Determinanten des gesellschaftlichen Wandels hin zu einer nachhaltigen Entwicklung. Die Genderperspektive fokussiert auf die Geschlechterverhältnisse und ihre Folgen für die Wahrnehmung und Gestaltung von Nachhaltigkeit; die Ressourcenperspektive versteht Nachhaltigkeit nicht allein als Effizienzproblem, sondern auch als qualitative Frage der Einbettung technischer Systeme in Naturkreisläufe (Konsistenz).

Projekte

Nachhaltigkeitseffekte durch Herstellung und Anwendung nanotechnologischer Produkte: Das Projekt untersuchte mit Hilfe von Ansätzen der ‚Prospektiven Technikbewertung’ die im Zuge der Durchsetzung verschiedener nanotechnologischer Einsatzbereiche erwartbaren ökologischen Be- und Entlastungsaspekte. Zudem wurden Vorschläge für eine leitbildorientierte Gestaltung der Nanotechnologie entwickelt

Nachhaltigkeitsbericht der Universität Bremen: Das Projekt analysiert die konstitutiven Faktoren einer nachhaltigen Entwicklung von Universitäten am Beispiel der Universität Bremen und erstellt einen für die Kommunikation mit den universitären Bezugsgruppen geeigneten Nachhaltigkeitsbericht.

Nachhaltiges Konsumverhalten durch ökologische Dienstleistungen und organisierte Gemeinschaftsnutzungen im städtischen Wohnumfeld. Das transdisziplinäre Forschungsprojekt, an dem als Praxispartner Vertreter der Wohnungswirtschaft, Anbieter von nachhaltigen Konsumalternativen sowie BewohnerInnen städtischer Wohnanlagen beteiligt sind, untersucht die Grenzen und Möglichkeiten der alltäglichen Umsetzung neuer Nutzungsstrategien und ihre Potenziale für nachhaltigen Konsum.

EcoStep – Transfer und Verbreitung des Integrierten Kleinbetriebsmanagementsystems: Das prozessorientierte Kleinbetriebsmanagementsystem wird im gewerblich-industriellen und im landwirtschaftlichen Bereich in vier europäische Regionen (Hessen und Bremen in Deutschland, Aquitaine in Frankreich, Emigla Romana in Italien) eingeführt.

Kooperation und Partizipation im ‚Integrierten Küstenzonenmanagement (IKZM)’: Das soziologische Teilprojekt in dem Forschungsverbund RETRO untersucht, inwieweit die mit IKZM verfolgten Standards bei der Integration sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Interessen und in der Zusammenarbeit unterschiedlicher staatlicher und gesellschaftlicher Akteure erreicht werden.