Strategie
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Ministerin Schavan: "Forschen für den Energiemix der Zukunft"
BMBF startet das Wissenschaftsjahr 2010 - Die Zukunft der Energie / Projektförderung bei erneuerbaren Energien steigt in 2010 um 30 Prozent an
Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
25.01.2010. Wie sieht der Energiemix der Zukunft aus? Wie wird die
Energieversorgung unseres Landes in den kommenden Jahrzehnten
sichergestellt? Wie erreichen wir den Durchbruch zu den erneuerbaren
Energien? Das neue Wissenschaftsjahr widmet sich mit der Energie diesem
zentralen Zukunftsthema. Das Bundesministerium für Bildung und
Forschung (BMBF) blickt gemeinsam mit zahlreichen Partnern aus
Wissenschaft und Wirtschaft in die Zukunft der Energie - und rückt
damit eine existenziell bedeutsame Frage für die Gesellschaft in den
Mittelpunkt des Wissenschaftsjahres. "Die Förderung der
Energieforschung gehört zu den Prioritäten unserer Forschungspolitik.
Das Wissenschaftsjahr soll dazu beitragen, die Debatte über neue
Lösungen und Konzepte für die künftige Energieversorgung in die Mitte
der Gesellschaft zu bringen", sagte Bundesforschungsministerin Annette
Schavan am Montag in Berlin bei der Präsentation des Wissenschaftsjahrs
2010 in Berlin.
Das BMBF fördert in diesem Jahr die Energieforschung
mit mehr als 400 Millionen Euro - das ist ein Plus um zehn Prozent im
Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark ausgebaut wird die Forschung in
den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. In diesen
Bereichen erhöht sich die Projektförderung des Ministeriums in diesem
Jahr gegenüber 2009 um mehr als 30 Prozent. "Nur durch verstärkte
Forschung werden wir den notwendigen Umbau unserer Energieversorgung
erreichen", sagte Schavan. Die Bereiche Energieeffizienz und
erneuerbare Energien haben mit fast 40 Prozent den größten Anteil an
den in diesem Jahr geplanten Aufwendungen des Ministeriums für
Energieforschung.
Das Wissenschaftsjahr Energie öffnet sich erstmals
einem breiten Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen. Das neue
Wissenschaftsjahr beschäftigt sich gleichermaßen mit der
Energieforschung wie mit der Ökologie, der Wirtschaft und der
Gesellschaft. "Im Wissenschaftsjahr Energie werden wir den direkten
Dialog mit allen wichtigen Akteuren und mit den Bürgerinnen und Bürgern
führen", sagte Ministerin Schavan. "Entscheidend ist, dass Politiker
und Wissenschaftler beim Entwickeln von nachhaltigen Lösungen für die
Energieversorgung der Zukunft alle Bürgerinnen und Bürger von ihren
Plänen überzeugen." Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des
BMBF. Diese richtet das Ministerium gemeinsam mit der Organisation
Wissenschaft im Dialog (WiD) und der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher
Forschungszentren aus - zusammen mit sehr vielen und anerkannten
Partnern aus Forschung, Wissenschaft und Wirtschaft. "Forschung und
Wissenschaft arbeiten heute bereits intensiv und kreativ an einer
sicheren, wirtschaftlichen und vor allem klimaverträglichen
Energieversorgung von morgen. Dazu gehört der Ausbau erneuerbarer
Energien genauso wie die Entwicklung moderner Kraftwerke oder
intelligenter Stromnetze", sagte Professor Eberhard Umbach,
Vizepräsident der Helmholtz-Gemeinschaft für den Bereich Energie und
Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie.
Die Aktivitäten im
Wissenschaftsjahr sind vielfältig: Beim bundesweiten Tag der Energie am
25. September 2010 öffnen Forschungseinrichtungen, Hochschulen,
Unternehmen, Museen und viele andere Partner ihre Türen und geben
Einblicke in die Welt der Energieforschung. Das Jahr richtet sich vor
allem an Kinder und Jugendliche. Mit der Online-Forschungsbörse wurde
zum ersten Mal in einem Wissenschaftsjahr eine Plattform geschaffen,
die Schulen und Wissenschaft zusammenbringt. Schulklassen und ihre
Lehrkräfte finden unter
www.forschungsboerse.de Termine, an denen sie
renommierte Energieforscherinnen und -forscher zu sich einladen oder
sie an ihrem Arbeitsplatz besuchen können. Auf dem Ausstellungsschiff
MS Wissenschaft können sich Nachwuchsforscherforscher ab Mai in mehr
als 30 Städten mit der Energieforschung in Deutschland beschäftigen.
Neu in diesem Jahr ist das Diskussionsforum "Dialog an Deck", bei dem
öffentlich über verschiedene Energiethemen diskutiert wird.
Mit einem
Wettbewerb für Studierende unter dem Titel "Energie für Ideen" sucht
das BMBF nach den besten Projektideen zum Dialog mit der Öffentlichkeit
zur Zukunft der Energie. Bis zum 23. April können sich Studierende an
Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen mit ihren Vorschlägen
für Projekte bewerben. Insgesamt werden 15 Projekte mit jeweils 10.000
Euro für die spätere Umsetzung ihrer Ideen prämiert.
Weitere
Informationen zum Wissenschaftsjahr 2010 - Die Zukunft der Energie und
dem Hochschulwettbewerb finden Sie unter:
www.zukunft-der-energie.de.