Strategie
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Deutschland erfüllte 2008 seine Klimaschutzverpflichtung nach dem Kyoto-Protokoll
Gemeinsame Presseinformation mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Deutschland hat 2008 sein Klimaschutzziel gemäß Kyoto-Protokoll erfüllt und bleibt international Vorreiter im Klimaschutz. Die Treibhausgasemissionen sind 2008 gegenüber dem Jahr 1990 um 22,2 Prozent zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von nahezu 280 Millionen Tonnen Treibhausgasen.
Quelle: (idw) Umweltbundesamt (UBA)
02.02.2010. Diese detaillierten Daten für das Jahr 2008 gehen aus dem vom Umweltbundesamt
(UBA) erstellten Nationalen Inventarbericht 2010 hervor, den das
Bundesumweltministerium und das UBA jetzt veröffentlicht haben. Nach dem
Kyoto-Protokoll hat sich Deutschland verpflichtet, seine Treibhausgasemissionen
im Zeitraum 2008-2012 um 21 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken.
Gegenüber dem Vorjahr 2007 veränderten sich die Emissionen nur geringfügig:
Einen leichten Zuwachs von 0,5 Millionen Tonnen gab es im Wesentlichen im
Landwirtschaftsbereich.
Bundesumweltminister Röttgen: "Die wiederholte
Erreichung der Kyoto-Verpflichtung ist ein gutes Signal. Dennoch dürfen wir uns
nicht zu früh freuen, denn unsere mittelfristigen Klimaschutzziele haben wir
noch längst nicht erreicht. Wir wollen eine Reduzierung der Treibhausgase um 40
Prozent bis zum Jahr 2020 unter 1990. Uns fehlt noch knapp die Hälfte des Weges,
den wir in den nächsten zehn Jahren schaffen müssen. Ich bin jedoch fest davon
überzeugt, dass unsere bisherige Minderungsstrategie - die Steigerung der
Energieeffizienz und der Ausbau der erneuerbaren Energien - zum Erfolg führen
wird."
Die größten Erfolge in der Minderung der Treibhausgasemissionen gibt
es in der Energiewirtschaft. Hier hat der Ausbau der erneuerbaren Energien
positive Spuren hinterlassen. Zur Energiegewinnung wurden 2008 im Vergleich zum
Vorjahr knapp 20 Millionen Tonnen weniger CO2 in die Atmosphäre geleitet. Im
Vergleich zum Jahr 1990 waren dies sogar 66 Millionen Tonnen CO2 weniger. Der in
der Emissionsbilanz verzeichnete Anstieg der Emissionen im Bereich der privaten
Haushalte ist ein statistischer Effekt und auf den niedrigeren Heizöl-Absatz
nach Einführung der erhöhten Mehrwertsteuer 2007 zurückzuführen (Vorzieheffekte
nach 2006). Die anderen Sektoren blieben auf einem sehr ähnlichen Niveau wie
2007.
Die im Jahr 2008 beginnende Wirtschaftskrise hat die Emissionen nur
sehr begrenzt beeinflusst - wird sich jedoch deutlich in der Bilanz für 2009
auswirken. Der Präsident des Umweltbundesamtes, Jochen Flasbarth sagte: "Auch in
der Überwindung der wirtschaftlichen Krise müssen wir langfristigen Klimaschutz
weiter voranbringen. Die Daten zeigen, dass Deutschland auf einem guten Weg ist,
der konsequent weiter entwickelt werden muss. Der nach
2008 im Jahr 2009 zu
erwartende weitere Rückgang der Klimagasemissionen wird vor allem
konjunkturbedingt sein. Das ist kein Grund, beim Klimaschutz nachzulassen. Im
Gegenteil: Das Ziel, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent zu
vermindern erfordert weitere Maßnahmen." Laut Flasbarth gehen die
Emissions-Trends vor allem in den Bereichen Landwirtschaft und Verkehr noch
nicht in die richtige Richtung: "Um beim Klimaschutz dauerhaft Erfolg zu haben,
müssen aber alle Sektoren ihren Beitrag leisten."
Weitere
Informationen: http://cdr.eionet.europa.eu/de/eu/ghgmm/envs08l9q/DE_NIR_2010_EU_Submission_de.p...
Der Bericht erscheint in Kürze auch in der Reihe Climate Change.