
Ziel ist es, innovative und umsetzbare Lösungen für die Anpassung der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung an die veränderlichen Bedingungen in Deutschland zu entwickeln. Es gilt unter Beibehaltung der Qualitätsstandards, sowohl vorhandene Wasserinfrastrukturen zu ertüchtigen, ihnen zusätzliche Funktionen zuzuweisen, als auch Alternativsysteme zu entwickeln. Übergeordnete Leitfragen sind dabei der ressourcenoptimierte Betrieb, die Erhöhung der Anpassungsfähigkeit und die längere bzw. flexiblere Nutzung der Infrastrukturen. Eine wichtige Grundlage für die Entwicklung solcher "intelligenter" Infrastrukturen sind innovative Siedlungs- und Infrastrukturkonzepte, die die jeweiligen Besonderheiten der Stadt- und Regionalplanung berücksichtigen. Die Mehrfachnutzung von Infrastruktursystemen und die Verknüpfung zwischen verschiedenen Sektoren können neue Impulse für die Weiterentwicklung der Siedlungswasserwirtschaft geben. Dies erfordert interdisziplinäre Ansätze, deren Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit mit transdisziplinärem Vorgehen gewährleistet wird. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang die Einbeziehung von Einrichtungen der Kommunen und Länder, um zu anwendungsbezogenen Lösungen zu gelangen. Die Forschungsaktivitäten sollen in Regionen oder an Standorten (z. B. schrumpfende Mittelstädte, Großstadtzentren) durchgeführt werden und Modellcharakter aufweisen, damit die Übertragbarkeit auf andere Regionen ermöglicht wird. Für eine erfolgreiche Umsetzung in den Modellregionen sind die spezifischen Herausforderungen, Fragestellungen und Rahmenbedingungen zu berücksichtigen.
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