06.08.2010
28.02.2019


Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern im Wasserkreislauf (RiSKWa)

Wasser als Lebensgrundlage ist zunehmend Schadstoffen und Krankheitserregern sowie klimatischem und demografischem Wandel ausgesetzt. Darum müssen Risiken für die Wasserqualität erkannt, neu bewertet und in Managementkonzepte eingebunden werden.
Das Foto zeigt eine Forscherin, die eine Wasserprobe in einem Reagenzglas betrachtet. (Shutterstock)
Analyse einer Wasserprobe
Foto: Shutterstock

Grundlage von RiSKWa ist das BMBF Forschungsrahmenprogramm „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“, das im Aktionsfeld „Nachhaltiges Wirtschaften und Ressourcen“ neue Initiativen zur Förderung von Forschung und Innovation zum Thema „Nachhaltiges Wassermanagement“ zum Ziel hat.

 Im Rahmen von RiSKWa werden in einem ganzheitlichen Ansatz, welcher gesundheitliche, ökologische, wirtschaftliche und soziale Gesichtspunkte umfasst, innovative Technologien und Konzepte zum Risikomanagement von neuen Schadstoffen und Krankheitserregern für den vorsorgenden Gesundheits- und Umweltschutz entwickelt. Dabei steht besonders die Handlungsorientierung der Konzepte im Vordergrund, um zur nachhaltigen Entwicklung nationaler, gegebenenfalls internationaler Regionen (zum Beispiel Wassereinzugsgebiete) beizutragen.

Gefördert werden ausgewählte Forschungsvorhaben in den Themenfeldern Risikocharakterisierung und –management, Technologien zum Emissions-/Immissionsmanagement sowie Kommunikations- und Bildungsmaßnahmen. Beim Thema „Risikocharakterisierung und -management“ liegt der Schwerpunkt auf der Ermittlung von verlässlichen Daten über Auftreten, Wirkung, Dynamik und bestehenden Eliminations-Verfahren für Schadstoffe und Krankheitserreger. Auf dieser Basis werden mögliche Risiken bewertet und priorisiert. Entweder ist eine Minimierung mit bereits bekannten Maßnahmen möglich oder es müssen hierzu neue Verfahren entwickelt werden. Im Bereich „Technologien zum Emissions-/Immissionsmanagement“ werden innovative und effiziente Technologien zum Emissions-/Immissionsmanagement und Vermeidung entwickelt unter Berücksichtigung möglicher Barrieren und Erfolgsfaktoren im Innovationsprozess aus dem sozio-ökonomischen Umfeld. Sämtliche relevante Emissions- und Verbreitungspfade werden dabei betrachtet. Durch „Kommunikations- und Bildungsmaßnahmen“ soll Wissenstransfer in die Praxis (zum Beispiel Wasserwirtschaft) und die Bildung bzw. Stärkung des Risikobewusstseins und der Risikokommunikation in der Gesellschaft erfolgen.