01.01.2008
31.12.2013


Vom Wissen zum Handeln - Neue Wege zum nachhaltigen Konsum
Sozial-ökologische Forschung

Die Einrichtung des Förderschwerpunkts Sozial-ökologische Forschung (SÖF) markierte innerhalb des BMBF den Übergang von der Umweltforschung zur Nachhaltigkeitsforschung...
Steckdose und Schalter (Fotolia/Herbie)
Steckdose
Foto: Fotolia/Herbie

Trotz umfangreichen Wissens hinsichtlich der Notwendigkeit nachhaltiger Konsummuster und einer breiten Maßnahmenpalette im Bereich der Verbraucheraufklärung ist es bisher kaum gelungen, einen generellen Trend in Richtung nachhaltigem Konsum zu bewirken. Die Sozial-ökologische Forschung hat sich die Aufgabe gestellt, Blockaden, die einer Umsetzung vom Wissen zum Handeln entgegenstehen, zu identifizieren und zu analysieren. Als Ausgangspunkte wurden die Verbraucherperspektive und das individuelle Handeln gewählt. Es soll Orientierungs- und Handlungswissen generiert werden, das für unterschiedliche Akteursgruppen nutzbar ist und zur Stärkung der Verbraucherkompetenz beiträgt. Die Vorhaben sollen die im jeweiligen Bedürfnisfeld erwarteten Nachhaltigkeitsgewinne konkretisieren und insbesondere im Hinblick auf Fortschritte der Energieeffizienz abschätzen. Eine besondere Herausforderung besteht darin, eine Brücke zwischen individuellem Handeln und ökologischen sowie gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu schlagen.

Durch die Einbindung relevanter Anspruchsgruppen (Verbraucher, produzierende Unternehmen, Handel) wird das für die Bearbeitung lebensweltlicher Problemlagen notwendige Praxiswissen integriert und gewährleistet, dass Transformationswissen erarbeitet wird, welches an die Bedürfnisse der Praxis anschlussfähig ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Forschenden für die Umsetzung der Ergebnisse verantwortlich sind. Der Großteil der im Jahr 2008 gestarteten Projekte war in 2011 abgeschlossen. Die Verbreitung der Ergebnisse erfolgte über zwei Konferenzen in den Jahren 2011/2012.