
Was muss passieren, damit Verbraucher und Verbraucherinnen ihr Wissen über nachhaltigen Konsum auch tatsächlich beim täglichen Einkauf umsetzen? Welche Bevölkerungsgruppen sind von den Auswirkungen des anthropogen verursachten Klimawandels und den erforderlichen Anpassungsstrategien am stärksten betroffen? Birgt der Rückzug des Staates aus der Versorgung mit Wasser, Strom oder Gas Gefahren in Hinsicht auf soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz oder eröffnet er ganz neue Spielräume für nachhaltiges Handeln?
Der Förderschwerpunkt "Sozial-ökologische Forschung" zeichnet sich dadurch aus, dass Wissen fachübergreifend zusammengeführt wird, um wissenschaftliche Beiträge zur Lösung konkreter gesellschaftlicher Nachhaltigkeitsprobleme zu leisten.
In aller Regel erfordert dies ein interdisziplinäres Zusammenwirken von Forschenden der Natur- und Gesellschaftswissenschaften. Da es sich um lebensweltliche Probleme handelt, muss aber über das Wissenschaftssystem hinausgegangen und das in der Praxis vorhandene Expertenwissen berücksichtigt werden (Transdisziplinarität). Daher werden gesellschaftliche Akteure wie Verbraucher, Kommunen, Unternehmen und Zivilgesellschaft, in unterschiedlicher Form in den Forschungsprozess eingebunden. Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung, also die ökologische Modernisierung der Gesellschaft, ohne aber das Bedürfnis der Menschen nach sozialer Gerechtigkeit und Wohlstand zu vernachlässigen. Eine hochkomplexe Aufgabe, die auf der Forschungsagenda der Bundesregierung an hervorgehobener Stelle steht.
Unter Berücksichtigung der Ergebnisse einer Programmevaluation begann im Jahr 2006 die zweite Phase des Förderschwerpunkts. Dabei kam dem Aufbau von Forschungskapazitäten (Capacity Building) in den Universitäten und außeruniversitären Instituten eine wichtige Rolle zu.
Die Sozial-ökologische Forschung verfügt über drei verschiedene Förderinstrumente: 1) Infrastrukturförderung, 2) Nachwuchsförderung und 3) die Förderung von thematischen Vorhaben.
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Sozial-ökologische Forschung, 11 Seiten
PT DLR, 36 Seiten
Sozial-ökologische Forschung, 498 Seiten