
Was ist Joint Programming? Der Europäische Rat rief 2008 die Europäische Kommission und die Mitgliedsstaaten auf, ihre Forschungsaktivitäten durch gemeinsame Programmplanung verstärkt zu koordinieren und zu integrieren, um gemeinsam die gesellschaftlichen Herausforderungen (Klimawandel, demographischer Wandel etc.) unserer Zeit anzugehen. Die Kommission stellte hierauf das Konzept Joint Programmingvor. Dieses Konzept sieht vor, dass die beteiligten Mitgliedsstaaten in einem strukturierten und strategischen Prozess gemeinsame Visionen und strategische Forschungsagenden entwickeln. Dadurch lassen sich die großen gesellschaftlichen Herausforderungen (wie z.B. der Klimawandel), welche auf nationaler Ebene alleine nicht zu lösen sind, effektiv angehen und bewältigen. Die Mitgliedstaaten können sich an den für sie wichtigen Initiativen beteiligen.
Der Rat der Europäischen Union begrüßte das Konzept in seinem entsprechenden Beschluss vom 2. Dezember 2008 und rief „die Mitgliedstaaten zur Implementierung dieses Prozesses auf in Bereichen, in denen staatliche Forschung eine Rolle spielt, um die Kooperation im F&E Bereich zu verstärken und so den großen gesellschaftlichen Herausforderungen auf Europäischer und globaler Skala begegnen zu können.“
Als Pilotinitiative wurde im Dezember 2008 „Neurodegenerative Diseases/Alzheimer's“ vom Rat der Europäischen Union bestimmt.
In einer ersten Sondierung wurden von der „High Level Group for Joint Programming“ (GPC) im November 2008 drei weitere Themen für ein Joint Programming identifiziert:
Der Rat der Europäischen Union bestätigte diese JPI-Themen im Dezember 2009.
Das GPC schlug im Mai 2010 eine zweite Welle von Initiativen für Joint Programming vor:
Diese Initiativen wurden vom Rat der Europäischen Union am 26. Mai 2010 bestätigt.
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