19.09.2011
Ökonomie des Klimawandels

Dr. Birgit Nabbefeld, PT-DLR
Neue Impulse für die volkswirtschaftliche Forschung
Mit zunehmender Veränderung des Klimas intensiviert sich auch die Diskussion über dessen wirtschaftliche Auswirkungen. Es geht dabei um belastbare und praktikable Ansätze zur Abschätzung der Kosten, Risiken und Chancen von Klimaschutz und Anpassung. Sie sind eine wesentliche Grundlage für die Bereitschaft von Regierungen, Unternehmen und Bürgern, Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen und zu finanzieren.
Klimaökonomische Forschung untersucht dazu die Auswirkungen unterschiedlicher Emissionspfade und bewertet ihre ökonomischen, sozialen, ökologischen und technologischen Implikationen. Sie trifft Aussagen zu Spielräumen, Notwendigkeiten und Unsicherheiten und schafft eine quantitative Grundlage, um Handlungsoptionen gegeneinander abzuwägen und in einen globalen Zusammenhang zu stellen.
Dem neuen BMBF-Förderschwerpunkt "Ökonomie des Klimawandels" kommt also eine große Bedeutung für die Bereitstellung von empirisch fundiertem und handlungsorientiertem Wissen zum Umgang mit dem Klimawandel zu. Der Förderschwerpunkt verfolgt dazu primär eine volkswirtschaftliche Perspektive. Angestrebt werden insbesondere politikrelevante und anwendungsorientierte Projekte, die die Entscheidungsgrundlagen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft verbessern.
Dem Förderschwerpunkt gingen fünf
Gutachten voraus, die den Stand der Forschung und Entwicklungspotenziale in Deutschland darstellen. Die Forschungsprojekte starten Ende 2011/ Anfang 2012.
Im Auftrag des BMBF (Referat 723) betreut die Organisationseinheit Umwelt, Kultur, Nachhaltigkeit des Projektträgers im DLR die Fördermaßnahme Ökonomie des Klimawandels fachlich und administrativ.