01.06.2004
28.02.2018


Integriertes Wasser­ressourcen­management (IWRM)

Ziel der Fördermaßnahme ist der erfolgreiche Technologie- und Wissenstransfer im Bereich des nachhaltigen Wassermanagements in ausgewählte Entwicklungs- und Schwellenländer. Mit der Entwicklung integrierter Planungsinstrumente, der Anpassung von Wassertechnologien an unterschiedliche klimatische, ökonomische und soziale Verhältnisse und der vielfältigen Ausbildung wird ein wichtiger Beitrag im Sinne der Milleniumsziele der Vereinten Nationen erreicht.
Foto einer Bewässerungsanlage (André Künzelmann, UFZ)
IWRM
Foto: André Künzelmann, UFZ

Mit dem Prinzip des Integrierten Wasserressourcenmanagements (IWRM) soll eine nach Menge und Güte nachhaltige Bewirtschaftung der miteinander in Wechselwirkung stehenden oberirdischen Gewässer, der Grundwasserleiter und gegebenenfalls auch der Küstengewässer geleistet werden. Dies sichert die soziale und wirtschaftliche Entwicklung sowie die Funktionsfähigkeit lebenswichtiger Ökosysteme.

Im Rahmen der Fördermaßnahme soll in ausgewählten, größenmäßig überschaubaren Modellregionen in Asien, Afrika und dem Nahen Osten der Ansatz des IWRM unter Beteiligung und Berücksichtigung aller relevanten Akteure etabliert werden. Dabei werden die sehr unterschiedlichen naturräumlichen, ökologischen und sozioökonomischen Bedingungen in den ausgewählten Regionen berücksichtigt. Ziel ist es, vor Ort einen Beitrag zur Verbesserung des Zugangs der Menschen zu sauberem Trinkwasser und bei der sanitären Entsorgung zu leisten. Durch die frühzeitige Einbindung von Wirtschafts- und Industriepartnern soll die Positionierung deutscher Unternehmen auf den internationalen Märkten der Wasserwirtschaft verbessert werden. Weitere wesentliche Schwerpunkte der Fördermaßnahme sind die Unterstützung der bi- und multilateralen Zusammenarbeit im Wasserfach, die Förderung der internationalen Kooperation zwischen Wissenschaft, Industrie, Verwaltung sowie Ver- und Entsorgungspraxis und die Stärkung des Wirtschafts-, Bildungs- und Forschungsstandortes Deutschland.
 
In folgenden Entwicklungs- und Schwellenländern werden derzeit Forschungsvorhaben gefördert: China, Indonesien, Israel-Jordanien-Palästina, Mongolei, Namibia, Südafrika und Vietnam. Je nach Region werden dabei unterschiedliche Schwerpunktprobleme angegangen und Lösungskonzepte erarbeitet.